11 April 2026, 04:10

1N Telecom: Wie Verbraucher mit falschen Verträgen und Forderungen unter Druck gesetzt werden

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen als Kostenfaktor für Familien benennt.

1N Telecom: Wie Verbraucher mit falschen Verträgen und Forderungen unter Druck gesetzt werden

Verbraucher in ganz Deutschland sehen sich seit Langem mit aufdringlicher, unerwünschter Werbung und gefälschten Gewinnbenachrichtigungen des Unternehmens 1N Telecom konfrontiert. Nun steht das Unternehmen im Verdacht, trotz gerichtlicher Verbote weiterhin aggressive Methoden anzuwenden, um Zahlungen von Kunden zu erpressen. Viele Verbraucher wurden unter falschen Versprechungen in Verträge gelockt – in dem Glauben, sie blieben bei der Deutschen Telekom.

Das Landgericht Leipzig gab kürzlich einem Beklagten recht und bestätigte, dass kein gültiger Vertrag mit 1N Telecom bestanden habe. Trotz dieses Urteils fordert das Unternehmen weiterhin Summen von bis zu 500 Euro von Kunden, die ihre Verträge gekündigt oder angefochten haben. Einige wurden getäuscht, indem sie annahmen, ihren Telekom-Service beizubehalten, während sie unwissentlich einen zweiten Festnetzvertrag abschlossen.

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Die Verbraucherzentrale Sachsen bezeichnete das Vorgehen des Unternehmens als "schamlos" und kritisierte Vergleichsangebote – teilweise in Höhe von 200 Euro – als inakzeptabel. 1N Telecom hat seine strittigen Forderungen inzwischen an die TPI Investment verkauft, die nun ehemalige Kunden zur Zahlung drängt.

Gerichte urteilten zudem, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmens unwirksam seien, da sie in Papierdokumenten nur über einen Internetlink abrufbar waren und damit gesetzliche Anforderungen nicht erfüllten.

Die juristischen Auseinandersetzungen haben die täuschenden Praktiken von 1N Telecom offengelegt, doch betroffene Kunden sehen sich weiterhin mit Forderungen konfrontiert. Da die Ansprüche nun bei TPI Investment liegen, müssen die Betroffenen Vergleichsangebote prüfen, während Behörden das Verhalten des Unternehmens weiter unter die Lupe nehmen. Der Fall zeigt: Verbraucher bleiben durch irreführende Verträge einem anhaltenden Risiko ausgesetzt.

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