20 December 2025, 06:35

2026 Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

Eine Stadtansicht mit einer Straße voller Autos unten, flankiert von Gebäuden und Wolkenkratzern auf beiden Seiten, unter einem Himmel oben.

2026 Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

2026: Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

Teaser: Da der Haushaltsentwurf für 2026 ein Defizit aufweist, muss die Stadt Moers einen Haushaltskonsolidierungsplan (HSK) erarbeiten.

19. Dezember 2025, 12:27 Uhr

Im Haushaltsentwurf für 2026 klafft in Moers eine Lücke von 42,9 Millionen Euro. Verantwortlich für das Defizit sind strukturelle Probleme, darunter steigende Kosten und unfinanzierte Auflagen von Bund und Land. Die Stadtverwaltung steht nun unter Druck, bis zur endgültigen Abstimmung im März nachhaltige Lösungen zu finden.

Mehrere Faktoren belasten die Haushaltslage. So steigen die Personal- und Pensionsausgaben auf 104,2 Millionen Euro, während die Ausgaben für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe um 10 Millionen Euro zunehmen. Allein die Betriebskosten für Kitas und die Kindertagespflege schlagen mit zusätzlichen 5,7 Millionen Euro zu Buche.

Um das Defizit zu beheben, muss Moers einen gesetzlich vorgeschriebenen Haushaltskonsolidierungsplan (HSK) umsetzen. Dieser sieht jährliche Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von 4,5 Millionen Euro bis 2035 vor. Als eine mögliche Lösung wird eine Erhöhung der Grundsteuer B um 11 Prozent diskutiert, die jährlich 3,2 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen bringen würde. Rat und Verwaltung werden die Ausgaben jährlich prüfen, um weitere Einsparungen zu identifizieren. Zudem ist ein Strategie-Workshop geplant, an dem Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände und Bürgerbeiräte beteiligt werden sollen. Die endgültige Haushaltsentscheidung fällt voraussichtlich im März nach Abschluss der Beratungen.

Der Haushalt 2026 erfordert kontinuierliche Anpassungen, um die rechtlichen und finanziellen Vorgaben zu erfüllen. Regelmäßige Überprüfungen und die Einbindung der Beteiligten werden künftige Kürzungen und Einnahmeverbesserungen prägen. Ohne diese Schritte droht der Stadt in den kommenden Jahren eine weitere Verschärfung der Haushaltskrise.