Abschied eines Meisters: 48 Jahre als Schornsteinfeger in Duisburg
Horst FischerAbschied eines Meisters: 48 Jahre als Schornsteinfeger in Duisburg
26 Schornsteinfeger trafen sich in Duisburg zum Auftakt des Jahres 2026
In Duisburg versammelten sich 26 Schornsteinfeger, um den Beginn des neuen Jahres zu feiern und gleichzeitig einen bemerkenswerten Abschied zu würdigen: Meisterschornsteinfeger Dietmar Bartemes ging nach fast fünf Jahrzehnten im Beruf in den Ruhestand.
Die Feierlichkeit fand im Mercator-Saal statt, wo Oberbürgermeister Sören Link und weitere Stadtvertreter die Schornsteinfeger begrüßten – darunter auch Bartemes, der 48 Jahre lang in diesem Handwerk tätig war, davon 26 Jahre in Duisburg, zuletzt im Stadtteil Walsum. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer langen Karriere, die sich der Gebäudesicherheit und dem Brandschutz widmete.
Das Berufsbild hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: Neben der klassischen Rußbeseitigung bieten moderne Schornsteinfeger heute auch Energieberatung und technische Überprüfungen an. Diese Entwicklung spiegelt die wachsenden Anforderungen im Bauwesen und an Umweltstandards wider.
Das deutsche Schornsteinfeger-Netzwerk bleibt stabil: Rund 7.600 Betriebe sind im Bundesverband organisiert, aufgeteilt in 16 Landesinnungen mit insgesamt etwa 20.000 Beschäftigten. Allein in Duisburg sind derzeit 28 zugelassene Bezirks-Schornsteinfeger aktiv. Zudem werden jährlich rund 2.200 Auszubildende ausgebildet, um den Nachwuchs zu sichern.
Die Veranstaltung stand für den Brückenschlag zwischen Tradition und Fortschritt im Handwerk. Während erfahrene Fachkräfte wie Bartemes in den Ruhestand gehen, übernehmen jüngere Kollegen mehr Verantwortung. Gleichzeitig hält die Branche durch ihre Erweiterung um Energiedienstleistungen Schritt mit den Anforderungen der modernen Gebäudetechnik.