05 June 2026, 16:28

AfD gewinnt überraschend bei Migranten – besonders bei Polnischstämmigen und Spätaussiedlern

AfD findet auch bei Migranten immer mehr Unterstützung

AfD gewinnt überraschend bei Migranten – besonders bei Polnischstämmigen und Spätaussiedlern

Die rechtspopulistische AfD gewinnt einer neuen Studie zufolge zunehmend Unterstützung unter Deutschen mit Migrationshintergrund. Eine Untersuchung der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt Verschiebungen in den politischen Präferenzen – besonders in der polnischstämmigen Bevölkerung und unter Spätaussiedlern. Diese Entwicklung folgt auf jüngste Erfolge der AfD bei Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen.

Für die Studie wurden zwischen Oktober 2024 und Januar 2025 über 3.000 Menschen befragt, darunter Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund sowie ausländische Einwohner. Bei den Befragten mit polnischen Wurzeln liegt die AfD mit 33 Prozent nun vorn – vor Union und SPD.

Auch unter Spätaussiedlern ist die AfD mit 31 Prozent die stärkste Kraft, gefolgt von der Union. Bei Deutschtürken hingegen kommt die AfD lediglich auf 8 Prozent – gleichauf mit den Grünen –, während die SPD mit 35 Prozent klar dominiert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Ruhrgebiet erreichte die AfD bei den jüngsten Integrationswahlen in mehreren Städten den zweiten Platz und wurde in Hagen sogar stärkste Kraft. Unter Russlanddeutschen liegt die Unterstützung für die AfD bei nur 14 Prozent; hier bleibt die SPD mit 43 Prozent die beliebteste Partei.

Die Union verliert bei polnisch- und russlandstämmigen Bürgern an Zuspruch, während der Aufstieg der AfD in diesen Gruppen deutlich wird. Im Vergleich zu anderen Communities liegt die AfD-Unterstützung unter Russlanddeutschen im Mittelfeld.

Die Ergebnisse bestätigen die wachsende Anziehungskraft der AfD bei bestimmten Migrantengruppen, insbesondere bei Menschen polnischer Herkunft und Spätaussiedlern. Die Erfolge der Partei bei Kommunalwahlen spiegeln diesen Trend wider. Gleichzeitig behält die SPD ihre starke Position bei Deutschtürken und Russlanddeutschen.

Quelle