AfD-Kundgebung in Münster-Coerde: Gegenproteste dominieren mit 450 Teilnehmern
Olav RuppertAfD-Kundgebung in Münster-Coerde: Gegenproteste dominieren mit 450 Teilnehmern
Rechtsextreme Kundgebung der AfD in Münster-Coerde – Gegenprotest übertrifft Teilnehmerzahl
Am Wochenende fand in Münster-Coerde eine rechtspopulistische Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) statt. Rund 60 Parteianhänger nahmen teil, darunter der Landespressesprecher der Partei. Gleichzeitig versammelten sich etwa 450 Menschen zu einer größeren Gegenkundgebung, organisiert von lokalen Initiativen, die sich gegen den Auftritt der AfD richteten.
An der AfD-Veranstaltung beteiligten sich etwa 60 Personen im Stadtteil. Darunter war auch Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Umgebung Münsters, der die Position der AfD in Wirtschaftsfragen und Migrationspolitik unterstützt. Er argumentierte, Deutschland brauche in diesen Bereichen grundlegende Veränderungen.
Gegen die Kundgebung mobilisierten zwei lokale Bündnisse – "Keinen Zentimeter den AfD" und "Coerde ist bunt" – eine Gegen demonstration. Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin Coerdes und Mitglied der zweiten Initiative, kritisierte die AfD dafür, keine echten Lösungen anzubieten. Stattdessen mache die Partei ihrer Ansicht nach marginalisierte Gruppen für gesellschaftliche Probleme verantwortlich.
Die Polizei hielt die beiden Lager während der gesamten Veranstaltung strikt voneinander getrennt. Größere Zwischenfälle blieben aus, und die Kundgebungen endeten ohne Störungen.
Laut aktuellem Stand (2026) gibt es seit der Wahl 2022 keine öffentlichen Studien, die politische Stimmungsverschiebungen in Münster-Coerde erfassen. Die langfristigen Auswirkungen solcher Aufmärsche bleiben daher vorerst unklar.
Während die AfD-Kundgebung eine kleine, aber lautstarke Gruppe anzog, überstieg die Teilnehmerzahl der Gegenproteste diese deutlich. Die Polizei sorgte dafür, dass beide Veranstaltungen friedlich und getrennt voneinander verliefen. Die gegensätzlichen Mobilisierungen spiegeln die anhaltenden politischen Spannungen im Stadtteil wider.