André Schürrle kämpft beim brutalen "Last Soul Ultra" bis zum letzten Schritt
Hans-Theo KuhlAndré Schürrle kämpft beim brutalen "Last Soul Ultra" bis zum letzten Schritt
Der ehemalige Fußball-Weltmeister André Schürrle hat sich seit seinem Rücktritt 2020 einer radikalen neuen Herausforderung gestellt. Der 33-Jährige nimmt nun am extremen „Last Soul Ultra“ in Nordrhein-Westfalen teil – einem Rennen ohne festgelegte Distanz und ohne Ziellinie, bis nur noch ein Läufer übrig bleibt.
Der „Last Soul Ultra“ treibt die Athleten an ihre absoluten Grenzen. Die Teilnehmer müssen jede Stunde eine 6,706 Kilometer lange Runde absolvieren, wobei am Ende jeder vollen Stunde Ausscheidungen stattfinden. Der Wettbewerb beginnt am Freitagnachmittag, doch niemand weiß, wann – oder ob – er endet.
Dieses brutale Format hat bereits atemberaubende Leistungen hervorgebracht. Im Juni stellte Phil Gore mit 119 Runden und 798 Kilometern einen Weltrekord auf. Schürrle jedoch ist extreme Herausforderungen gewohnt. Seit seinem Abschied vom Fußball hat er den Berlin-Marathon gelaufen und Deutschlands höchsten Gipfel, die Zugspitze, ohne Seilsicherung bestiegen.
Für Schürrle geht es bei dem Event um mehr als reine Ausdauer. Er sucht gezielt nach Erfahrungen an der Grenze des Machbaren, denn er ist überzeugt, dass das Überwinden extremer Herausforderungen wertvolle Lehren für den Alltag birgt. Der „Last Soul Ultra“ ist sein jüngster Vorstoß in die wachsende Subkultur der „Backyard Ultras“ – Rennen, die die Teilnehmer körperlich und geistig brechen sollen.
Da der Wettbewerb kein festes Ziel hat, könnte Schürrle tagelang laufen. Sein Erfolg hängt von Ausdauer, Strategie und purem Willen ab. Das Ergebnis bleibt ungewiss, doch das Event markiert einen weiteren kühnen Schritt in seinem Leben nach dem Fußball.






