Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarkraftwerk auf stillgelegter Deponie
Hans-Theo KuhlAus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarkraftwerk auf stillgelegter Deponie
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk
Auf einer stillgelegten Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarkraftwerk. Das vom Kreis Borken genehmigte Vorhaben soll brachliegendes Gelände in eine Quelle erneuerbarer Energien verwandeln. Die lokalen Behörden prüfen zudem, ob der Standort künftig auch zur Speicherung von Windenergie genutzt werden könnte.
Die Deponie befindet sich im gemeinsamen Besitz des Kreises Borken und der Stadt Ahaus. Zwar erschwert das unebene, nachsackende Gelände viele Bauprojekte, für Solarmodule ist es jedoch ideal geeignet. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) übernimmt die Projektleitung. Um staatliche Fördergelder zu erhalten, muss die Anlage bis Mitte 2025 fertiggestellt werden.
Der Solarpark könnte die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie senken – was langfristig zu niedrigeren Müllgebühren für die Anwohner führen könnte. Nordrhein-Westfalen fördert bereits ähnliche Projekte auf Brachflächen, darunter ehemalige Deponien, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben.
Zwar liegen keine genauen Zahlen vor, wie viele Solaranlagen in den vergangenen fünf Jahren auf stillgelegten Deponien in der Region entstanden sind, doch der Trend passt zu den landesweiten Bestrebungen, die Infrastruktur für saubere Energien auszubauen.
Das Vorhaben verwandelt eine ungenutzte Deponie in einen funktionalen Energiestandort. Bei termingerechter Fertigstellung wird es nicht nur die regionalen Klimaziele unterstützen, sondern möglicherweise auch die finanziellen Belastungen der Bürger verringern. Zudem prüfen die Verantwortlichen weitere Nutzungsmöglichkeiten, etwa die Speicherung von Überschussstrom aus Windkraft.