Axel Reitz konfrontiert Schüler mit Deutschlands NS-Vergangenheit durch provokante Bilder
Horst FischerAxel Reitz konfrontiert Schüler mit Deutschlands NS-Vergangenheit durch provokante Bilder
Der Filmemacher Axel Reitz sprach kürzlich an der Fachober- und Berufsoberschule (FOS/BOS) in Memmingen. Hinter ihm wurde ein auffälliges Bild projiziert: ein blasser Mann mit gegeltem blondem Haar in einem schwarzen Ledermantel, beschriftet mit "Ich war der Hitler von Köln". Die Veranstaltung widmete sich der historischen Verantwortung und der NS-Vergangenheit Deutschlands.
Reitz, gekleidet in eine burgunderfarbene Jacke und einen Pullover, setzt sich seit Langem in seinen Werken mit dem Nationalsozialismus auseinander. Seine Filme wie "Vaterland" thematisieren die Auseinandersetzung eines Sohnes mit der NS-Vergangenheit seines Vaters. In "Die Frau des Polizisten" geht es um das Schweigen der Nachkriegszeit und die langfristigen Folgen dieser Ära für Familien.
Das projizierte Bild – kühn und provokant – spiegelte die Intensität seiner Themen wider. Es diente als visueller Anker für Diskussionen über Erinnerung, Schuld und die Hinterlassenschaften des Faschismus.
Der Vortrag an der FOS/BOS Memmingen unterstrich Reitz' Engagement, sich mit Deutschlands Vergangenheit durch den Film auseinanderzusetzen. Seine Werke fordern das Publikum heraus, sich mit den dunklen Kapiteln der Geschichte zu beschäftigen. Die Veranstaltung zeigte, wie Kunst schwierige, aber notwendige Debatten anstoßen kann.