15 May 2026, 22:13

Bergisch Gladbach kämpft um Millionen für die Renaturierung der Strunde

Ein Miniaturmodell einer Stadtlandschaft mit einem Fluss, Gebäuden, Straßen und Text.

Bergisch Gladbach kämpft um Millionen für die Renaturierung der Strunde

Bergisch Gladbach treibt Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung im Rahmen eines Klimawandel-Anpassungsprogramms unterstützt, das bis zu 80 Prozent der geschätzten 6,75 Millionen Euro decken könnte. Lokale Politiker fordern nun ihre Bundestagsabgeordnete auf, die nötige Unterstützung in Berlin zu sichern.

Der Stadtrat stimmte für die Teilnahme am Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“, um die Renaturierung des Flusses zu finanzieren. Bei einer Bewilligung würde das Programm rund 5,4 Millionen Euro beisteuern, während Bergisch Gladbach die verbleibenden 20 Prozent aus seinen Sonderrücklagen aufbringen müsste.

Der offizielle Förderantrag geht an die Bundesregierung, doch die endgültige Entscheidung liegt beim Haushaltsausschuss des Bundestags. Mit einer Entscheidung wird frühestens Ende 2026 gerechnet. Andreas Ebert, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD, zeigt sich optimistisch, dass der Ausschuss das Strunde-Projekt genehmigen wird.

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Der lokale SPD-Vorsitzende Klaus W. Waldschmidt hat die Bergisch Gladbacher Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach (CDU) aufgefordert, sich für die Mittel einzusetzen. Er betonte die angespannte Haushaltslage der Stadt und die Notwendigkeit bundesweiter Förderung, um das Vorhaben realisierbar zu machen.

Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen, ist überzeugt, dass der renaturierte Fluss das Zanders-Gelände grundlegend verändern wird. Sie erwartet, dass daraus eine neue Identität für das Areal entsteht, die seine Attraktivität als öffentlicher Raum steigert und den benachbarten Gleispark für Anwohner aufwertet.

Das Gelingen des Projekts hängt nun von der Bundesförderung ab. Der Haushaltsausschuss wird die Anträge voraussichtlich 2026 prüfen. Bei einer Bewilligung würde die renaturierte Strunde das Zanders-Gelände neu gestalten und sowohl der Natur als auch der Bevölkerung einen revitalisierten Raum bieten. Die Stadt hat zugesagt, ihren Anteil aus bestehenden Rücklagen zu finanzieren.

Quelle