Bergisch Gladbach wählt vier stellvertretende Bürgermeister – AfD stimmt dagegen
Hans-Theo KuhlBergisch Gladbach wählt vier stellvertretende Bürgermeister – AfD stimmt dagegen
Der Stadtrat von Bergisch Gladbach hat in seiner ersten Sitzung vier stellvertretende Bürgermeister gewählt. Der Schritt folgt einem Vorschlag von CDU, SPD und Grünen, die Zahl von drei auf vier zu erhöhen. Nur die AfD lehnte den Beschluss ab, der die Stadt jährlich zusätzliche 9.176,40 Euro kosten wird.
Die neuen Stellvertreter wurden nach dem d'Hondt-Verfahren bestimmt, einem System, das größeren Parteien einen leichten Vorteil verschafft. Die Grünen erhielten im Rahmen der Vereinbarung zur Aufstockung der Gesamtzahl einen zusätzlichen Posten als stellvertretende Bürgermeisterin bzw. stellvertretender Bürgermeister. Jede Stellvertreterin und jeder Stellvertreter wird die Stadt bei offiziellen Anlässen vertreten, darunter auch als Standesbeamte bei Trauungen.
Ihre Vergütung umfasst ein monatliches Aufwandsgeld von 395,40 Euro sowie Sitzungsgelder. Die zweite und weitere Stellvertreter erhalten einen 150-Prozent-Zuschlag auf diesen Betrag. Die volle Pauschale für eine stellvertretende Bürgermeisterin oder einen stellvertretenden Bürgermeister beträgt 509,80 Euro pro Monat.
Die Haushaltsregeln der Stadt schreiben vor, dass neue Ausgaben durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden müssen. Das bedeutet, dass die zusätzlichen Kosten für die vierte Stellvertreterin bzw. den vierten Stellvertreter durch Kürzungen in anderen Bereichen kompensiert werden müssen.
Die Ernennung erhöht die jährlichen Ausgaben für stellvertretende Bürgermeister um 9.176,40 Euro. Der Beschluss des Rates spiegelt einen Kompromiss zwischen CDU, SPD und Grünen wider, während die AfD als einzige Fraktion in Opposition bleibt. Die neuen Stellvertreter werden nun ihre offiziellen Aufgaben im Rahmen der aktualisierten Struktur aufnehmen.






