Bergisch Gladbachs Kita-Krise: Trotz weniger Kinder fehlen hunderte Betreuungsplätze
Ariane HolzapfelBergisch Gladbachs Kita-Krise: Trotz weniger Kinder fehlen hunderte Betreuungsplätze
Bergisch Gladbach kämpft mit überraschenden Problemen in der Kinderbetreuung
Trotz rückläufiger Geburtenzahlen hat die Stadt Bergisch Gladbach Schwierigkeiten, ausreichend Kita-Plätze bereitzustellen. Bauverzögerungen und Personalmangel führen dazu, dass Familien weniger Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen als noch vor einigen Jahren.
Laut den aktuellsten Zahlen lebten in Bergisch Gladbach zum 30. Juni 2025 insgesamt 5.762 Kinder unter sechs Jahren – 649 weniger als die ursprünglich für 2026 prognostizierten 6.411. Zwar hat der Geburtenrückgang die Situation etwas entspannt, doch Engpässe bleiben bestehen.
Die Zahl der Kita-Plätze sinkt bereits im dritten Jahr in Folge. Für das aktuelle Jahr sind 4.221 Plätze vorgesehen, nach 4.266 im Jahr 2024/25 und 4.312 im Jahr 2023/24. Bauverzögerungen bremsen den Ausbau aus, während einige Einrichtungen ihre Kapazitäten reduzierten, um die Betreuungsqualität zu verbessern. Vier Not-Kitas sollten eigentlich Abhilfe schaffen, doch ihre Eröffnung verzögert sich.
Besonders kritisch ist die Situation bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Während es bei der Tagespflege einen Überschuss von 15 Plätzen gibt, fehlen in der regulären Kita-Betreuung für Kinder über drei Jahren 100 Plätze. Bei den Unter-Zweijährigen ist die Lücke mit 116 fehlenden Plätzen noch größer. Die Tagespflege kommt besser zurecht: Hier sind 364 Plätze geplant – leicht weniger als die 378 im Vorjahr und 389 im Jahr davor.
Die Stadt rechnet nun mit Klagen von Eltern, deren Kinder keinen Platz erhalten. Kürzere Öffnungszeiten und ein massiver Fachkräftemangel verschärfen die Lage zusätzlich.
Obwohl weniger Kinder einen Betreuungsplatz benötigen, steht das Kita-System in Bergisch Gladbach unter Druck. Durch Bauverzögerungen und Personalengpässe fehlen 100 Plätze für Kinder über drei Jahren und 116 für die Unter-Zweijährigen. Die Verwaltung bereitet sich auf Konflikte vor, da Familien kaum Alternativen bleiben.






