Betrüger sollen Senioren in NRW mit Fake-Hausreparaturen um Zehntausende geprellt haben
Olav RuppertBetrüger sollen Senioren in NRW mit Fake-Hausreparaturen um Zehntausende geprellt haben
Drei Männer müssen sich seit dieser Woche vor dem Landgericht Köln wegen des Verdachts des Betrugs an älteren Bürgern in mehreren Städten verantworten. Die Angeklagten sehen sich Vorwürfen wegen Betrugs und Diebstahls ausgesetzt, nachdem sie angeblich unnötige oder mangelhaft ausgeführte Hausreparaturen angeboten hatten. Der Prozess soll sieben Verhandlungstage umfassen; mit einem Urteil wird bis Ende März gerechnet.
Die Männer sollen gezielt ältere Hausbesitzer in Köln, Bergisch Gladbach, Bergneustadt und Gummersbach angesprochen haben. Laut Anklage boten sie unaufgefordert Reinigungs-, Abdichtungs- oder Renovierungsarbeiten an und verlangten anschließend sofortige Barzahlungen. In vielen Fällen seien die Arbeiten entweder schlecht ausgeführt oder gar nicht abgeschlossen worden.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten zudem vor, während ihrer Anwesenheit in den Wohnungen gezielt nach Bargeld und Wertgegenständen gesucht zu haben. Insgesamt werden 17 Vorfälle untersucht, bei denen der entstandene Schaden sich auf mehrere Zehntausend Euro beläuft. Die Ermittler fordern von den Angeklagten eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 43.000 Euro.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Taten in Nordrhein-Westfalen. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die Männer auch in anderen Städten aktiv waren – mit möglichen Ausnahmen in Willich-Schiefbahn und Bielefeld-Sennestadt.
Im Laufe des Prozesses muss das Gericht klären, ob die Angeklagten sich des Betrugs und Diebstahls schuldig gemacht haben. Bei einer Verurteilung könnten sie zur Rückzahlung der geforderten 43.000 Euro verpflichtet werden. Das Urteil wird vor Ende März erwartet.