"Bibelfrau" Millane Friesen polarisiert erneut mit konservativen Rollenbildern
Hans-Theo Kuhl"Bibelfrau" Millane Friesen polarisiert erneut mit konservativen Rollenbildern
Sabeth Vela Millane Friesen, besser bekannt als "Bibelfrau", steht einmal mehr im Zentrum einer Kontroverse. Die 23-jährige TikTok-Starin, die während der COVID-19-Lockdowns bekannt wurde, hat mit einem Auftritt in einem christlichen Podcast jüngst für Empörung gesorgt. Ihre Äußerungen zu Unterordnung und religiöser Erziehung von Kindern zogen scharfe Kritik von Gegnern wie auch Anhängern auf sich.
Millane Friesen erregte erstmals 2020 Aufmerksamkeit, als ihre Videos über traditionelle Rollenbilder, Hausfrauentum und christlichen Fundamentalismus viral gingen. Ursprünglich hatte sie sich auf Beauty- und Lifestyle-Inhalte konzentriert, doch im Laufe der Zeit verlagerte sie ihren Fokus auf religiöse Themen. Bis 2026 wuchs ihre Fangemeinde auf über sieben Millionen an, doch ihr öffentliches Image war längst tief gespalten.
Ihr jüngster Podcast-Auftritt verschärfte die Kritik weiter. Während ihr vorgeworfen wird, geschlechtsspezifische Ungleichheit zu festigen, verteidigen andere sie als Stimme für konservativ-christliche Werte. Die Debatte weitete sich aus, nachdem sie im September den ebenfalls umstrittenen Christian Al-Masoud heiratete, dessen eigene religiösen Aussagen zuvor bereits für Aufsehen gesorgt hatten.
Millane Friesen hat sich bisher nicht direkt zu den Vorwürfen geäußert. Stattdessen veröffentlichte sie ein Video und aktualisierte ihre TikTok-Biografie – ein Hinweis darauf, dass ihr die Kontroverse bewusst ist. Trotz des Aufruhrs verdient sie weiterhin ihr Geld über Social Media, kooperiert mit rechtspopulistischen Influencern und hält eine treue Anhängerschaft.
Die aktuelle Debatte hält Millane Friesen in der Öffentlichkeit präsent und vertieft die Gräben um ihren Einfluss. Ihre Ansichten zu Geschlechterrollen und Religion bleiben ein Zankapfel in der deutschen Influencer-Szene. Die Diskussionen ebben nicht ab, auch wenn sich daraus bisher keine konkreten politischen Konsequenzen ergeben haben.






