BOB Campus: Wie ein Industriebrachgelände zum lebendigen Stadtviertel wurde
Hans-Theo KuhlBOB Campus: Wie ein Industriebrachgelände zum lebendigen Stadtviertel wurde
Der BOB Campus hat ein historisches Industriebrachgelände in ein lebendiges urbanes Zentrum verwandelt. Betrieben von der Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH – einem Projekt der Montag Stiftung Urbane Räume – gilt er heute als Vorbild für partizipative Stadtentwicklung. Trotz anfänglicher Herausforderungen ist hier ein Ort entstanden, der Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen verbindet.
Das Gelände, einst von der Industrie aufgegeben, vereint heute ein umgenutztes Fabrikgebäude aus den 1970er-Jahren mit 25 neu errichteten oder sanierten Bauwerken, die moderne und historische Elemente harmonisch verbinden. Besonders bemerkenswert ist die gelungene Integration des Areals in das Stadtviertel – trotz Höhenunterschieden von bis zu 20 Metern.
Doch der BOB Campus bietet mehr als nur Architektur: Zu dem Projekt gehören Bildungszentren, betreutes Wohnen und flexible Arbeitsräume. Ein großer öffentlicher Park schafft zudem grünen Freiraum für Anwohner:innen und Besucher:innen. Entscheidend für den Erfolg war die frühe Einbindung der Nachbarschaft, deren Ideen und Bedürfnisse die Gestaltung maßgeblich prägten.
Das Ergebnis ist ein offener, inklusiver Ort, der Menschen aus dem gesamten Viertel anzieht. Die Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Lernen verleiht dem Campus eine lebendige Atmosphäre. Für diese gelungene Umsetzung wird das Projekt am 9. Februar 2026 im Düsseldorfer K21 Kunstmuseum offiziell ausgezeichnet.
Der BOB Campus ist heute nicht nur ein architektonisches, sondern auch ein soziales Wahrzeichen. Durch die Verbindung von Geschichte, modernem Design und Bürgerbeteiligung hat er das Viertel neu belebt. Die bevorstehende Preisverleihung unterstreicht seine Bedeutung als Ort der Begegnung und des Zusammenhalts.






