Bottrop prüft alle Kreuzungen für bessere Verkehrssicherheit nach tödlichem Unfall
Horst FischerBottrop prüft alle Kreuzungen für bessere Verkehrssicherheit nach tödlichem Unfall
Bottrop überprüft alle Kreuzungen der Stadt, um freie Sicht für Autofahrer zu gewährleisten. Die Maßnahme erfolgt als Reaktion auf einen tödlichen Unfall in Warendorf und soll präventiv Sichtbehinderungen beseitigen. Nach deutschen Straßenbaurichtlinien müssen diese sogenannten Sichtdreiecke frei gehalten werden.
Das Tiefbauamt der Stadt Bottrop kontrolliert derzeit jede Einmündung auf Einhaltung der Vorgaben. Die Sicht kann durch Bäume, Sträucher, Hecken oder parkende Fahrzeuge eingeschränkt werden. Die erforderliche Länge des Sichtdreiecks richtet sich nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Hauptstraße – je höher das Tempo, desto länger muss die freie Sichtweite sein.
Priorisiert werden dabei Kreuzungen mit hohem Verkehrsaufkommen und Unfallhäufigkeit. Werden Mängel festgestellt, muss die Stadt handeln: Mögliche Lösungen reichen von baulichen Änderungen über die Aufstellung von Pollern bis zur Einrichtung von Halteverboten.
Als erste Straße wird die Scharnhölzstraße Anfang 2026 umgestaltet. Es folgen die Horster Straße und die Aegidistraße. Ziel des Projekts ist es, die Sicherheit zu erhöhen, indem Autofahrern, die aus Nebenstraßen einbiegen, uneingeschränkte Sicht gewährleistet wird. Sämtliche Kreuzungen werden begutachtet und bei Bedarf an die nationalen Standards angepasst. Die Stadt erwartet, dass die Maßnahmen das Risiko an besonders kritischen Knotenpunkten verringern.






