07 February 2026, 22:28

Breitachklamm: Naturschauspiel zwischen Faszination und Fehlverhalten

Ein kleiner Wasserfall ergießt sich über einen schneebedeckten, felsigen Hang in einem bewaldeten Gebiet, mit Eiszapfen an den Felsen.

Breitachklamm: Naturschauspiel zwischen Faszination und Fehlverhalten

Breitachklamm: Naturschauspiel bei Oberstdorf mit vereinzelten Vorfällen

Die beeindruckende Breitachklamm, ein Naturjuwel in der Nähe von Oberstdorf, sah sich kürzlich mit kleineren Vorfällen von Besucherfehlverhalten konfrontiert. Zwei Kinder wurden dabei beobachtet, wie sie Eiszapfen abbrachen und diese gegen Eisfelsen warfen. Obwohl die Klamm nach wie vor ein beliebtes Ausflugsziel bleibt, achten die Mitarbeiter auf solche Vorkommnisse, um größere Schäden zu verhindern.

Die Schlucht entstand vor etwa 10.000 Jahren, als der Breitachgletscher den Schrattenkalk durchbrach. Seit 1905 ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich – eine Initiative des Tiefenbacher Pfarrers Johannes Schiebel. Heute zahlen Besucher einen Eintritt von 9 Euro (Erwachsene) bzw. 2,50 Euro (Kinder), um die eisige Landschaft und die bis zu 150 Meter tiefe Schlucht zu erkunden.

Erst kürzlich brachen zwei Kinder während eines Besuchs Eiszapfen ab und warfen sie gegen unzugängliche Eisformationen, ohne dass die Eltern eingriffen. Das Personal greift in der Regel ein, wenn größere Schäden drohen, doch die Leitung bewertet solche Vorfälle als vereinzelt und nicht als strukturelles Problem.

Von Oberstdorf-Tiefenbach und dem Kleinwalsertal aus erreichbar, bietet die Klamm mehrere Rundwanderwege. Ein Nutzer auf Reddit kritisierte jüngst Besucher, die das Eis beschädigten, und verwies damit auf anhaltende Bedenken hinsichtlich des Respekts vor der Natur.

Trotz gelegentlicher Zwischenfälle bleibt die Breitachklamm dank ihrer spektakulären Landschaft und historischen Bedeutung ein Magnet für Touristen. Die Mitarbeiter bleiben wachsam, um Schäden zu begrenzen und die Klamm für künftige Generationen zu bewahren. Die Verwaltung sieht vereinzelte Vorfälle als Teil der Herausforderung, öffentlichen Zugang und Naturschutz in Einklang zu bringen.