Bundesnetzagentur warnt vor Betrug bei Balkon-Solaranlagen mit falschen Bußgeldforderungen
Olav RuppertBundesnetzagentur warnt vor Betrug bei Balkon-Solaranlagen mit falschen Bußgeldforderungen
Bundesnetzagentur warnt vor gefälschten Schreiben an Besitzer von Balkon-Solaranlagen
Die Bundesnetzagentur hat die Öffentlichkeit vor betrügerischen Briefen gewarnt, die sich an Besitzer von Stecker-Solargeräten richten. In den gefälschten Schreiben werden Empfänger zur Zahlung eines Bußgelds in Höhe von 41,60 Euro aufgefordert – bei Nichtzahlung drohen demnach noch höhere Strafen. Die Behörden haben mehrere Anzeichen identifiziert, die auf die Unechtheit der Briefe hindeuten.
Die Betrugsmasche gibt vor, im Namen der Bundesnetzagentur zu handeln. Den Empfängern wird vorgeworfen, ihre Photovoltaik(PV)-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Nach deutschem Recht müssen Betreiber von Balkon-Solaranlagen diese innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme registrieren. Zudem ist eine jährliche Meldung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erforderlich, um die Einspeisevergütung zu erhalten.
In den gefälschten Schreiben wird ein Bußgeld von 41,60 Euro gefordert, bei Nichtzahlung innerhalb von 14 Tagen drohe eine „volle Strafe“ von 208 Euro. Die Empfänger werden aufgefordert, ihre Anlage umgehend anzumelden und jährlich die Zählerstände zu übermitteln. Die Bundesnetzagentur hat jedoch Warnsignale ausgemacht, darunter falsche Absenderadressen und Telefonnummern.
Die Behörde rät Betroffenen, die Zahlungsaufforderung zu ignorieren und stattdessen Anzeige bei der Polizei gegen unbekannte Täter zu erstatten. Die Betrüger nutzen offenbar die Unsicherheit rund um die Meldepflichten aus, um Besitzer von Solaranlagen zu täuschen.
Die Warnung unterstreicht, wie wichtig es ist, offizielle Schreiben genau zu prüfen. Empfänger verdächtiger Briefe sollten die Angaben sorgfältig überprüfen, bevor sie reagieren. Die Behörden ermitteln weiterhin zur Herkunft der betrügerischen Forderungen.






