26 February 2026, 04:35

Bundesweiter Apotheken-Protest: Am 23. März 2026 bleibt alles zu

Ein Plakat mit Text über Arzneimittelpreisunterschiede im Jahr 2022, mit ein paar Flaschen und einer Spritze unten.

Bundesweiter Apotheken-Protest: Am 23. März 2026 bleibt alles zu

Apotheken in ganz Deutschland schließen am 23. März 2026 für einen Protesttag

Am 23. März 2026 bleiben Apotheken in ganz Deutschland für einen Tag geschlossen, um mit einem bundesweiten Warnstreik die Politik zum Handeln zu zwingen. Ziel ist es, die kränkelnde Branche zu stabilisieren. Lediglich der Notdienst bleibt während der Aktion aufrechterhalten.

Der Protest erfolgt vor dem Hintergrund, dass mittlerweile jede vierte Apotheke in existenziellen finanziellen Schwierigkeiten steckt. Rund zehn Prozent arbeiten bereits mit Verlusten. Die Organisatoren machen vor allem die seit über zwei Jahrzehnten kaum angepassten Festbeträge für Arzneimittel verantwortlich – während die Betriebskosten seit 2013 um 65 Prozent gestiegen sind.

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Ein zentraler Höhepunkt der Aktion ist eine Großkundgebung in Düsseldorf, wo der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) alle seine Apotheken für den Tag schließt. Der Verband verweist auf jahrelange stagnierende Vergütungen, steigende Inflation und wachsende bürokratische Auflagen als Hauptbelastungen. Lieferengpässe hätten die Arbeitslast zusätzlich erhöht und viele Apotheken bereits zur endgültigen Schließung gezwungen.

Die Apotheker betonen, dass der Protest im Interesse der Patienten stattfindet, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Die Bevölkerung wird aufgefordert, die Kampagne durch die Unterzeichnung einer Online-Petition zu unterstützen. Ziel ist es, die Politik zum Umdenken zu bewegen, die Schließungswelle zu stoppen und die Zukunft der Branche zu sichern.

Die Notfallversorgung bleibt über die berechtigten Notdienstapotheken gewährleistet. Alle anderen Standorte werden sich an der Schließung beteiligen.

24 Stunden lang geschlossen: Der Protest am 23. März Am 23. März bleiben die meisten deutschen Apotheken einen ganzen Tag lang zu. Angesichts der finanziellen Not, die viele an den Rand des Ruins treibt, hoffen die Organisatoren, dass die Aktion politische Veränderungen bewirkt. Ohne Gegenmaßnahmen drohen weitere Schließungen und eine verschlechterte Arzneimittelversorgung für Patienten.