22 December 2025, 18:45

Bürgerinitiative widersteht Erweiterung der Eiserne Rhine Brief an den Bahnchef

Ein überfüllter Bahnsteig mit mehreren Zügen auf den Gleisen und vielen Menschen auf dem Bahnsteig.

Bürgerinitiative widersteht Erweiterung der Eiserne Rhine Brief an den Bahnchef

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Ausbau der „Eisernen Rhein“-Strecke – Offener Brief an Bahnchefin

Vorbemerkung: Die Bürgerinitiative „Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert“ aus Wegberg leistet Widerstand gegen den übermäßigen Ausbau der Eisenbahnstrecken Mönchengladbach–Wegberg–Roermond sowie Elmpt–Arsbeck. Mit über 70 geplanten Personenzügen pro Tag plus möglichem Güterverkehr geht der Protest in die nächste Runde.

Veröffentlichungsdatum: 4. Dezember 2025, 10:59 Uhr

Schlagwörter: Politik und Gesetzgebung, Allgemeine Nachrichten

Artikel: Eine lokale Bürgerinitiative in Wegberg stellt sich gegen Pläne zum Ausbau zweier Eisenbahnstrecken, die Mönchengladbach, Wegberg, Roermond, Elmpt und Arsbeck verbinden. Die Gruppe Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert kritisiert, dass die Projekte weder ausreichend begründet seien noch die Lebensqualität der Anwohner berücksichtigten. Die Besorgnis wuchs, nachdem die Bezirksregierung Köln Einsprüche der Stadt und der Bevölkerung zurückwies und Güterzüge den Zugang zum Industriegebiet Javelin in Elmpt ermöglicht hatte.

Die Initiative hat ihren Protest nun direkt an die Verantwortlichen herangetragen. Im Dezember 2025 schickte sie gemeinsam mit dem Verein Bahnübergang e.V. einen offenen Brief an Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla sowie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Darin fragen sie, warum die umstrittenen Streckenabschnitte Mönchengladbach–Wegberg–Roermond und Elmpt–Arsbeck trotz ihrer Aufnahme in einen milliardenschweren Infrastrukturfonds nicht im Bundesverkehrswegeplan 2030 berücksichtigt wurden.

Die Bürgerinitiative warnt vor massiven Beeinträchtigungen, falls die Ausbaupläne umgesetzt werden. Täglich könnten über 70 Personenzüge auf den Strecken verkehren – zusätzlich zum Güterverkehr. Zudem bestünden erhebliche Umweltrisiken, da die Trassen durch geschützte Zonen im Naturpark Maas-Schwalm-Nette führen sollen. Bisherige regionale Widerstände konnten das Vorhaben nicht stoppen: Die Bezirksregierung Köln hatte kürzlich lokale Einwände übergangen und den Güterverkehr zum Industriegebiet Javelin freigegeben. Dies verschärft die Forderungen nach Transparenz bei der Vergabe von Infrastrukturmitteln.

Die Wegberger Initiative fordert weiterhin Aufklärung über die Notwendigkeit und Finanzierung des Projekts. Da keine der Strecken im Bundesverkehrswegeplan 2030 verzeichnet ist, bleiben Zweifel an ihrer Priorität. Die Anwohner müssen derweil mit mehr Lärm, Luftverschmutzung und Schäden für nahegelegene Naturschutzgebiete rechnen.