Bushido erhält überraschend drei Stimmen bei Grünwalder Bürgermeisterwahl – ohne Kandidatur
Hans-Theo KuhlRapper Bushido bekommt drei Stimmen - Bushido erhält überraschend drei Stimmen bei Grünwalder Bürgermeisterwahl – ohne Kandidatur
Rapper Bushido erhält überraschend drei Stimmen bei Grünwalder Bürgermeisterwahl – ohne je kandidiert zu haben
Trotz fehlender Kandidatur erhielt der Rapper Bushido bei der jüngsten Bürgermeisterwahl in Grünwald unerwartet drei Stimmen. Der Künstler, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, war zwar Anfang dieses Jahres in den noblen Münchner Vorort gezogen, hatte jedoch wiederholt betont, kein Interesse an Kommunalpolitik zu haben. Seine Stimmen machten lediglich 0,1 Prozent der Gesamtzahl aus – weit abgeschlagen hinter dem wiedergewählten Amtsinhaber.
Bushido und seine Familie waren zu Beginn des Jahres 2024 nach Grünwald umgezogen und hatten dort ein 33-Millionen-Euro-Anwesen mit 19 Räumen und über 800 Quadratmetern Wohnfläche erworben. Der Umzug sollte ein ruhigeres Leben ermöglichen, um sich auf Familie und Karriere zu konzentrieren – nicht auf ein öffentliches Amt.
Die Bürgermeisterwahl endete mit einem deutlichen Sieg für den Amtsinhaber Jan Neusiedl, der 84 Prozent der Stimmen auf sich vereinte. Drei Wähler trugen hingegen Bushidos bürgerlichen Namen handschriftlich auf ihren Stimmzetteln ein. Weitere überraschende Einzelkandidaten waren der ehemalige Fußballfunktionär Karl-Heinz Rummenigge, der trotz Wegzugs aus dem Ort eine Stimme erhielt, sowie die AfD-Politikerin Alice Weidel mit zwei Stimmen. Auch Jan van Aken, Co-Vorsitzender der Linken, kam auf eine Stimme.
Aktuell ist Bushido mit seiner "Alles wird gut"-Tour und seiner Jury-Tätigkeit bei "Das Supertalent" beschäftigt. Er hat deutlich gemacht, dass seine Prioritäten in der Musik und Unterhaltung liegen – nicht in kommunalpolitischen Angelegenheiten.
Die Wahlergebnisse bestätigten Neusiedls starke Unterstützung, während Bushidos drei Stimmen eine kleine Randnotiz blieben. Der Rapper bleibt seinen beruflichen Verpflichtungen treu und hat keine Pläne, sich in Grünwalder Politik einzubringen. Sein kurzer Auftritt in der Stimmenauszählung bleibt damit kaum mehr als eine skurrile Anekdote der lokalen Demokratie.






