Chemieindustrie startet zähe Tarifverhandlungen für 585.000 Beschäftigte
Horst FischerRegionale Lohnverhandlungen in der Chemiebranche beginnen in Düsseldorf - Chemieindustrie startet zähe Tarifverhandlungen für 585.000 Beschäftigte
Tarifverhandlungen für die deutsche Chemieindustrie starten diesen Mittwoch in Düsseldorf. Die Gespräche betreffen rund 585.000 Beschäftigte, die von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) vertreten werden. Vor Beginn der Verhandlungen liegen Arbeitgeber und Gewerkschaften in zentralen Fragen noch weit auseinander.
In der ersten Verhandlungsrunde steht der Tarifbezirk Nordrhein im Fokus. Regionale Ausschüsse werden in den kommenden Tagen über Entgeltgruppen und Ausbildungsvergütungen beraten. Bundesweite Verhandlungen kommen erst ins Spiel, falls die lokalen Gespräche scheitern.
Der aktuelle Tarifvertrag läuft noch bis zum 28. Februar 2026. Die IG BCE fordert neben höheren Löhnen auch Arbeitsplatzgarantien, hat aber noch keine konkrete Lohnerhöhung benannt. Die Arbeitgeberseite hingegen drängt auf einen Lohnstopp.
Das Ergebnis der Verhandlungen wird fast 600.000 Chemiearbeiter in ganz Deutschland betreffen. Sollten die regionalen Gespräche ins Stocken geraten, könnte der Konflikt auf Bundesebene eskalieren. Beide Seiten müssen sich bis zum Auslaufen des aktuellen Vertrags im nächsten Jahr einigen.