20 March 2026, 18:12

Christian Ulmen in der Krise: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung und Missbrauch vor

Schwarze und weiße Zeitschriftumschlag mit der Aufschrift 'Humoristische Liste', der einen Mann in Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die wegsieht und leicht schmunzelt.

Christian Ulmen in der Krise: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung und Missbrauch vor

Der deutsche Komiker und Schauspieler Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau, Collien Fernandes, ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, sie im Internet impersoniert, explizite Inhalte unter ihrem Namen verbreitet und in ihrem Namen Telefonssex betrieben zu haben. Die Anschuldigungen haben die Kritik an Ulmens früherem Werk neu entfacht, das oft von misogynen und provokativen Themen geprägt war.

Fernandes bezeichnete sein Verhalten als "virtuelle Vergewaltigung" und reiht sich damit in eine wachsende Liste realer Fälle ein, in denen Frauen Opfer von Übergriffen wurden.

Mitte der 2000er-Jahre spielte Ulmen in der Reality-Show Mein neuer Freund mit, in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" verkörperte. Eine seiner umstrittensten Figuren war Alexander von Eich, ein reicher, aristokratischer Snob, der als rassistisch und sexuell belästigend dargestellt wurde. Die Sendung zeigte Szenen, in denen von Eich rassistische Monologe hielt und sich unangemessen an minderjährige Mädchen heranmachte. Kritiker verurteilten diese Darstellungen später als schädlich – einige Elemente führten sogar zu juristischen Konsequenzen.

Zur gleichen Zeit moderierte Ulmen die Spielshow Wer will meine Freundin vögeln?, in der Männer gegeneinander antraten, um zu beweisen, dass sie die "heißeste" Freundin hatten. Die Aufgaben umfassten peinliche Mutproben, etwa dass die Freundin ihren neuen Freund ihrer Familie vorstellte – wobei der unverschämteste Freier gewann. Die Show enthielt zudem echte Sexszenen und warb für Gruppensex, was später rechtliche Prüfungen nach sich zog. Die Behörden beanstandeten Verstöße gegen den Jugendschutz, was zu Geldstrafen und Beschlagnahmungen nach § 184b StGB führte.

Fernandes' Vorwürfe werfen nun ein düsteres Licht auf Ulmens frühere Auftritte. Sie behauptet, er habe unter ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, pornografisches Material veröffentlicht und Telefonssex geführt, während er vorgab, sie zu sein. Als ihre Beziehung 2010 öffentlich wurde, fragten sich manche, warum ein "brillanter, geistreicher Intellektueller" wie Ulmen mit einer "hübschen, aber austauschbaren" Viva-Moderatorin wie Fernandes zusammen sei. Die neuen Enthüllungen deuten auf ein Muster hin, das über seine Bühnenrolle hinausgeht.

Gisèle Pelicot, eine Überlebende von Missbrauch, hat mit einer klaren Botschaft Stellung bezogen: "Die Scham muss die Seite wechseln." Ihre Worte spiegeln eine breitere Forderung nach Verantwortung in Fällen wider, in denen Frauen ausgebeutet oder verletzt wurden.

Ulmens Karriere lebte einst von Provokation und schockierendem Humor, doch die Vorwürfe seiner Ex-Frau werfen nun ernste Fragen zu seinem realen Verhalten auf. Die rechtlichen Probleme im Zusammenhang mit seinen früheren Shows und Fernandes' Anschuldigungen offenbaren eine Geschichte umstrittenen und potenziell schädlichen Handelns. Der Fall trägt zu der anhaltenden Debatte über den Umgang mit Frauen in Medien und persönlichen Beziehungen bei.

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