28 December 2025, 04:41

Cyberangriff legt Mönchengladbacher Apotheke lahm – 20.000 Euro Verlust drohen

Eine Apotheke mit einem Fahrzeug davor und einem Gebäude links im Bild.

Cyberangriff legt Mönchengladbacher Apotheke lahm – 20.000 Euro Verlust drohen

Cyberangriff zwingt Laurentius-Apotheke in Mönchengladbach zur vorübergehenden Schließung

Die Laurentius-Apotheke in Mönchengladbach wurde am Dienstag Opfer eines Cyberangriffs, der sie zur vorübergehenden Schließung zwang. Bei dem Vorfall wurden Server zerstört, lebenswichtige Daten verschlüsselt und Apothekeninhaber Delbrin Houri steht nun vor hohen finanziellen Verlusten. Die Cyberkriminellen forderten ein Lösegeld, nannten jedoch keine konkrete Summe.

Ziel des Angriffs war das Apotheken-Softwaresystem des Anbieters Aposoft. Kritische Daten, darunter E-Rezepte von mehreren Tagen, gingen verloren oder wurden verschlüsselt. Houri schätzt die möglichen Verluste auf bis zu 20.000 Euro, falls die Daten nicht wiederhergestellt werden können.

Die Wiederherstellung der verlorenen Informationen könnte Wochen oder sogar Monate dauern. Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) bot kaum Unterstützung an und riet Houri lediglich, ihren Notdienst über die Schließung zu informieren. Seine Versicherung deckt Cyberangriffe nicht ab, sodass er ohne finanziellen Schutz dasteht.

Die Täter hinterließen lediglich eine E-Mail-Adresse für Kontaktaufnahme, ohne eine Lösegeldforderung zu beziffern. Houri appelliert seitdem an andere Apothekeninhaber, ihre Cyberversicherungspolicen zu überprüfen.

Der Angriff hat die Laurentius-Apotheke mit beschädigten Servern und verschlüsselten Daten zurückgelassen. Houri sieht sich nun mit erheblichen Kosten und betrieblichen Einschränkungen konfrontiert. Ohne Versicherungsschutz trägt das Unternehmen die gesamte finanzielle Last allein.