13 June 2026, 14:09

David Hockney stirbt mit 88 – ein Abschied vom rebellischen Kunstgenie

Ein wahrhaftiges Label

David Hockney stirbt mit 88 – ein Abschied vom rebellischen Kunstgenie

David Hockney, eine prägende Figur der modernen Kunst, ist im Alter von 88 Jahren in London gestorben. Sein Werk – oft verspielt und grenzenüberschreitend – hinterlässt ein bleibendes Erbe in der westlichen Kultur. Berühmt wurde er nicht nur als Künstler, sondern auch als sein eigener leidenschaftlichster Fürsprecher.

Hockneys Karriere begann mit ungestümer Experimentierfreude. Mit 23 füllte er sein Atelier mit Bildern halb bekleideter Männer aus amerikanischen Bodybuilding-Magazinen, inspiriert von Jean Dubuffets Art Brut. Seine Kunst wirkte stets wie ein spielerisches Abenteuer, das Genres und Stile mit kindlicher Neugier vermischte.

Schon mit 33 wurde ihm eine erste Retrospektive gewidmet. Sein berühmtestes Gemälde, „A Bigger Splash“, zeigte ein idealisiertes Bungalow-Motiv mit Swimmingpool in leuchtendem Acryl – ein Bild, das zum Ikone wurde. Später erforschte er Fragmentierung, wie in „A Closer Grand Canyon“, und setzte auf ungewöhnliche Techniken wie handgeschöpftes Papier oder Polaroid-Fotografie.

Seine Werke provozierten und faszinierten die etablierte Kunstwelt gleichermaßen. Gemälde wie „A Closer Grand Canyon“ spiegelten seine Faszination für segmentierte Perspektiven. Hockney verfolgte auch skurrile Theorien – etwa die Behauptung, in Walt Whitmans Initialen verborgene Zahlencodes entdeckt zu haben.

Seine hedonistischen Bilder prägten die Popkultur nachhaltig. Sein Vermächtnis lebt weiter in seiner furchtlosen Experimentierlust und seiner lebendigen, oft provokanten Bildsprache. Am Donnerstag starb er – zurück bleibt ein Œuvre, das die moderne Kunst neu definierte.

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