Deutsches Blechbläsermuseum kämpft um Überleben durch drastische Sparmaßnahmen
Ariane HolzapfelDeutsches Blechbläsermuseum kämpft um Überleben durch drastische Sparmaßnahmen
Das Deutsche Blechbläsermuseum in Krefeld-Fichtenhain drosselt Betrieb wegen finanzieller Engpässe
Ohne Unterstützung der Stadt hat das Museum seine Öffnungszeiten verkürzt, Personal abgebaut und Führungen eingeschränkt. Hintergrund ist eine jährliche Haushaltslücke von bis zu 80.000 Euro, die die Einrichtung vor erhebliche Herausforderungen stellt.
Bereits jetzt wurden mehrere Sparmaßnahmen umgesetzt: Eine Stelle für Restaurierung wurde gestrichen, eine Vollzeitstelle in der Forschung auf Teilzeit reduziert. Die Bürotage beschränken sich nun auf Montag bis Mittwoch, und die einst regelmäßigen Führungen finden nur noch mittwochnachmittags statt – sofern nicht Gruppen sie im Voraus buchen.
Um das wiederkehrende Defizit zu verringern, reduziert das Museum zudem seine jährlichen Führungen von etwa 100 auf ein Minimum, um einen Verlust von 8.000 Euro zu vermeiden. Stattdessen setzt es auf ertragreichere Aktivitäten. Die größte Einnahmequelle bleiben Leihausstellungen an andere Institutionen, gefolgt von Fachvorträgen, die extern stattfinden.
Trotz der Einschnitte arbeitet das Museum weiter an neuen Projekten. Das Programm "Junge Forscher entdecken" soll jüngere Besucher mit praktischen Lernangeboten begeistern. Alternativen für Ausstellungen zu Blechbläsern und Metallhandwerk gibt es bundesweit, etwa im Deutschen Goldschmiedehaus in Schwäbisch Gmünd, im Deutschen Blechspielzeugmuseum in Kornwestheim oder im Handwerkermuseum in Kaiserslautern.
Die finanziellen Schwierigkeiten zwingen das Museum, Leistungen und Personal weiter zu reduzieren. Ohne zusätzliche Mittel könnten weitere Kürzungen folgen. Vorerst bleiben Leihausstellungen und externe Vorträge entscheidend, um das Budget auszugleichen.






