Deutschland scheitert bei UN-Sicherheitsrat: Was die Niederlage über die Außenpolitik verrät
Hans-Theo KuhlDeutschland scheitert bei UN-Sicherheitsrat: Was die Niederlage über die Außenpolitik verrät
Deutschland hat die Wahl für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat verloren. Die Niederlage löst in der Regierung Forderungen nach Selbstreflexion aus. Die internationale Kritik an der Berliner Außenpolitik hat in den letzten Monaten zugenommen.
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Abwesenheit von Bundeskanzler Friedrich Merz bei der UN-Generalversammlung 2022. Schon vor der Abstimmung hatten viele Staaten Unmut über die deutsche Haltung im Nahen Osten geäußert. Die Wahlniederlage unterstrich diese Unzufriedenheit.
Die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Luise Amtsberg, forderte eine gründliche Aufarbeitung des Rückschlags. Sie betonte, die internationale Gemeinschaft vertraue Deutschland nicht mehr in ausreichendem Maße. Diplomatie erfordere nicht nur das Übermitteln von Botschaften, sondern auch das Zuhören, so Amtsberg.
Nun steht die Bundesregierung vor der Aufgabe, die Kritik aufzugreifen. Eine Analyse der Niederlage und eine Anpassung des Kurses könnten helfen, das internationale Vertrauen zurückzugewinnen. Die Forderung nach einer selbstkritischen Bestandsaufnahme findet zunehmend Unterstützung in der Politik.






