Deutschland vergibt 300-Millionen-Deal für Kamikaze-Drohnen an drei Rüstungsfirmen
Hans-Theo KuhlDeutschland vergibt 300-Millionen-Deal für Kamikaze-Drohnen an drei Rüstungsfirmen
Deutschland vergibt einen Großauftrag für Kamikaze-Drohnen an drei Rüstungsunternehmen. Der Deal im Wert von jeweils knapp 300 Millionen Euro umfasst die Start-ups Helsing und Stark sowie den etablierten Hersteller Rheinmetall. Damit soll die Drohnenkapazität Europas gestärkt werden – vor dem Hintergrund steigender Spannungen.
Insgesamt sollen bis zu 12.000 Drohnen geliefert werden. Helsing, Europas wertvollstes Rüstungs-Start-up, plant die Auslieferung von 6.000 Angriffsdrohnen an die Ukraine. Die übrigen Drohnen gehen an eine neue deutsche Brigade in Litauen, die die östliche NATO-Flanke gegen mögliche russische Bedrohungen absichern soll.
Seit Russlands Invasion in der Ukraine sind die Investitionen in europäische Verteidigungstechnologie stark gestiegen. Regierungen setzen nun sowohl auf offensive als auch defensive Drohnensysteme. Rheinmetall, traditionell bekannt für Panzer und Artillerie, wird im Rahmen der Vereinbarung ebenfalls bewaffnete Drohnen liefern.
Stark, ein noch junges Unternehmen, das erst vor 15 Monaten gegründet wurde, erhält Unterstützung von Investoren wie Peter Thiel. Das Start-up wird in Swindon, Großbritannien, eine Fabrik eröffnen, um die Produktion zu beschleunigen. Der Deal soll Innovation fördern und gleichzeitig den Wettbewerb in der Rüstungsindustrie stärken.
Die Drohnen werden eingesetzt, um die NATO-Verteidigung an der östlichen Flanke zu verstärken. Mit Vertragswerten von jeweils fast 300 Millionen Euro unterstreicht die Vereinbarung Europas wachsende Konzentration auf Drohnenkriegführung. Gleichzeitig zeigt sie die zunehmend wichtige Rolle von Start-ups in der modernen Militärtechnologie.






