14 February 2026, 02:34

Dinslaken gedenkt 2026 der NSU-Opfer und weiterer Rassismus-Victim

Ein Denkmal mit der Aufschrift 'Rassistenhymne' vor einem Baum- und wolkenlosen Hintergrund.

Dinslaken gedenkt 2026 der NSU-Opfer und weiterer Rassismus-Victim

Dinslaken gedenkt am 19. Februar 2026 der Opfer rassistischer Gewalt

Am 19. Februar 2026 findet in Dinslaken eine Gedenkveranstaltung für die Opfer rassistischer Gewalt statt. Die Feierlichkeit beginnt um 15:00 Uhr und endet um 16:00 Uhr am Mahnmal "10+1 Bäume" im Grünzug Rabenkamp. Die Organisatoren laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, gemeinsam in Erinnerung und Solidarität gegen Diskriminierung zu stehen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Würdigung der zehn Menschen, die zwischen 2000 und 2007 vom NSU-Terrornetzwerk ermordet wurden – darunter Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü und Michèle Kiesewetter. Zudem wird der Opfer weiterer rassistischer Anschläge gedacht, so auch der neun Menschen, die beim rechtsextremen Attentat in Hanau 2020 ihr Leben verloren.

Ein interreligiöses Gebet wird von Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften geleitet. Auch Schülerinnen und Schüler der Ernst-Barlach-Gesamtschule beteiligen sich an der Gedenkfeier. Bürgermeister Simon Panke betonte, wie wichtig es sei, dieser Leben zu gedenken, um ein Zeichen gegen Hass und rechtsextreme Gewalt zu setzen.

Das Mahnmal "10+1 Bäume" steht symbolisch für die NSU-Opfer sowie für alle weiteren Betroffenen rassistischer Gewalt in Deutschland. Aktuelle Fälle wie der Tod von Ibrahim Akkuş im Januar 2026 zeigen, dass der Kampf gegen Diskriminierung weiterhin dringend notwendig ist.

Mit der Veranstaltung will die Stadt ein klares Signal gegen Rassismus und Gewalt setzen. Durch das gemeinsame Gedenken soll das friedliche Miteinander gestärkt werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und ihre Solidarität zu zeigen.