Dortmund kämpft mit kostenlosen Intensivkursen gegen Nichtschwimmer bei Kindern
Olav RuppertDortmund kämpft mit kostenlosen Intensivkursen gegen Nichtschwimmer bei Kindern
Mehr als 300 Kinder in Dortmund nehmen an kostenlosen Schwimm-Intensivkursen teil
Über 300 Kinder in Dortmund besuchen in diesem Herbst kostenlose Intensiv-Schwimmkurse. Die Kurse sollen ein wachsendes Problem angehen: Viele Kinder in der Region können bis zum Ende der Grundschulzeit nicht sicher schwimmen.
Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative örtlicher Schwimmvereine und des StadtSportBunds Dortmund. Ziel ist es, sicherzustellen, dass jedes Kind in der Stadt vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule schwimmen lernt. Aktuell können in einigen Dortmunder Stadtteilen bis zu 80 Prozent der Kinder nicht schwimmen – ein Wert, der deutlich über dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen liegt, wo etwa jedes fünfte Kind betroffen ist.
Im Südbad, einem öffentlichen Hallenbad, verbringen die jungen Teilnehmer zwei Wochen damit, ihr Selbstvertrauen im Wasser aufzubauen. Anfänger üben zunächst Grundfertigkeiten wie die Gewöhnung ans Wasser, Gleiten und das Schweben. Sie lernen auch, wie sie im Notfall um Hilfe rufen. Fortgeschrittene trainieren lebenswichtige Rettungstechniken, darunter das Rückenlage-Schwimmen.
Die Kurse sind für Kinder ab der zweiten Klasse während der Herbstferien kostenlos. Die Organisatoren hoffen, damit mehr Familien zur Teilnahme zu motivieren. Haumann, einer der Projektleiter, appelliert zudem an die Eltern, regelmäßig auch außerhalb der Kurse mit ihren Kindern schwimmen zu üben.
Die Initiative entsteht vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über die Schwimmfähigkeiten von Kindern in Dortmund. Mit kostenlosen Kursen und strukturiertem Training will die Stadt die Zahl der Nichtschwimmer verringern. Am Ende des Programms soll jedes teilnehmende Kind sicher schwimmen können und in der Lage sein, einfache Notfallsituationen im Wasser zu bewältigen.






