Dortmunder Forscher revolutionieren Batteriespeicher mit Hochspannungstechnik
Hans-Theo KuhlDortmunder Forscher revolutionieren Batteriespeicher mit Hochspannungstechnik
Ein Forschungsteam der Fachhochschule Dortmund hat eine neue Methode entwickelt, um die Effizienz von Batteriespeichern deutlich zu steigern. Durch die Erhöhung der Spannungswerte sollen Energieverluste verringert und der Wartungsaufwand reduziert werden. Das Projekt mit dem Namen KV BATT könnte die Zukunft großskaliger Batteriesysteme grundlegend verändern.
Unter der Leitung von Professor Martin Kiel konzentriert sich das Vorhaben darauf, die Spannung in Batteriespeichern um das Zehn- bis Zwanzigfache zu erhöhen. Aktuelle Systeme arbeiten oft mit niedrigen Spannungen, was zu hohen Strömen führt – und damit zu Widerstand sowie Energieverlusten. Höhere Spannungen würden diese Verluste mindern und gleichzeitig den Kühlbedarf sowie den internen Energieverbrauch senken.
Das Team hat bereits eine modulare Batterieeinheit in einem Hochspannungslabor aufgebaut und getestet. Anders als herkömmliche Konstruktionen kommt dieses Modul ohne aktive Kühlung aus und läuft nahezu wartungsfrei. Ein Praxistest ist in Ense in Nordrhein-Westfalen geplant, wo ein 1.000-Volt-System mit Versionen für 10.000 bis 20.000 Volt verglichen werden soll.
Die entwickelte Methode wird derzeit für ein europäisches Patent geprüft. Die Forscher sind überzeugt, dass ihr Ansatz die Batteriespeichertechnologie maßgeblich voranbringen wird. Sämtliche Projektinhalte unterliegen dem Urheberrecht; Anfragen dazu werden an die allgemeine E-Mail-Adresse der Hochschule weitergeleitet.
Falls erfolgreich, könnte das KV-BATT-Projekt Batteriespeicher effizienter und zuverlässiger machen. Der anstehende Feldversuch in Ense wird entscheidende Daten zu den Leistungsunterschieden zwischen den Spannungsebenen liefern. Die eingereichte Patentanmeldung unterstreicht das Vertrauen des Teams in die praktische Umsetzbarkeit des Systems.






