17 January 2026, 14:02

Dortmunder Gast-Haus feiert 30 Jahre Hoffnung für Obdachlose in historischem Gebäude

Eine Gruppe von Menschen sitzt auf dem Boden eines Flughafens und hält ein Banner mit der Aufschrift "Berlin wegen Klimakrise abgesagt". Um sie herum liegen Taschen, Flaschen und andere Gegenstände verstreut, im Hintergrund sind Rolltreppen, Schilder mit Text und Deckenleuchten zu sehen.

Dortmunder Gast-Haus feiert 30 Jahre Hoffnung für Obdachlose in historischem Gebäude

Ein historisches Gebäude in Dortmund ist zu einer Lebensader für die Obdachlosen der Stadt geworden. Das Gast-Haus e.V. in der Ostenhellweg 3, das seit 1805 besteht, feierte diese Woche sein 30-jähriges Jubiläum. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst nahm an der Veranstaltung teil, um die Arbeit der Einrichtung zu würdigen, die jedes Jahr Tausenden Menschen Nahrung, Wärme und Würde schenkt.

Die Organisation wurde vor drei Jahrzehnten in einem neugotischen Wahrzeichen gegründet, das ursprünglich den Namen Haus zur Glocke trug. 1920 vom Architekten Hugo Steinbach umgebaut, dient das Gebäude heute als tägliche Anlaufstelle. Jeden Tag bereiten Ehrenamtliche warme Mahlzeiten für Obdachlose und bedürftige Menschen zu – rund 140.000 Portionen pro Jahr.

Die Nachfrage nach Hilfe steigt. Neben Essen verteilt die Einrichtung trockene Kleidung und Schlafsäcke. Im Winter verlängert sie ihre Öffnungszeiten, damit die Menschen länger in der Wärme bleiben können. Selbst an Feiertagen, einschließlich Weihnachten und Neujahr, bleiben die Türen geöffnet.

Das Gast-Haus e.V. betreibt zudem ein Gesundheitszentrum, in dem Ärztinnen und Ärzte ehrenamtlich kostenlose medizinische Versorgung anbieten. Wüst betonte die Rolle der Einrichtung als Ort der Solidarität, an dem Bedürftige mit Respekt Unterstützung erhalten.

Die Jubiläumsveranstaltung ehrte 30 Jahre ununterbrochene Hilfe. Angesichts der wachsenden Zahl von Hilfesuchenden bleiben die Angebote der Einrichtung – Mahlzeiten, Obdach und medizinische Versorgung – unverzichtbar. Das historische Gebäude in der Ostenhellweg 3 steht weiterhin als tragende Säule der Unterstützung für die Schwächsten Dortmunds.