Dortmunder Krankenhaus setzt ab Januar 2025 Bodycams gegen Gewalt ein
Ariane HolzapfelKrankenhaus testet Bodycams zum Schutz des Personals - Dortmunder Krankenhaus setzt ab Januar 2025 Bodycams gegen Gewalt ein
Krankenhaus testet Körperkameras zum Schutz des Personals
Dortmunder Klinik führt ab Januar 2025 Bodycams ein, um Mitarbeiter vor Gewalt zu schützen – Pilotprojekt startet nach einjähriger Vorbereitung in Notaufnahmen und Kinderklinik.
Nach monatelangen juristischen Prüfungen und Planungen wird das Dortmunder Krankenhaus im Januar 2025 den Testbetrieb von Körperkameras aufnehmen, um sein Personal besser vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen. Die dreimonatige Pilotphase beginnt Mitte Januar und soll vor allem in Hochrisikobereichen für mehr Sicherheit sorgen.
Die Idee, Bodycams einzusetzen, hatte die Klinikleitung bereits 2023 vorgestellt. Doch die Umsetzung erforderte eine gründliche rechtliche Prüfung. Experten bestätigten, dass der Einsatz unter strengen Datenschutzauflagen möglich ist. Die Kameras dürfen dabei nur in eskalierenden Situationen aktiviert werden – niemals während medizinischer Behandlungen oder privater Gespräche.
Im Fokus des Versuchs stehen die Notaufnahmen der Zentral- und Nordklinik sowie die Kinderklinik. Das Personal entscheidet selbst, wann die Kameras eingeschaltet werden, um Konflikte frühzeitig zu entschärfen, bevor sie gewalttätig eskalieren. Die Aufnahmen könnten im Falle von Strafverfolgung auch als Beweismaterial dienen.
Der Testlauf beginnt im Januar 2025 und konzentriert sich auf Bereiche mit dem höchsten Gewaltrisiko für die Beschäftigten. Bei Erfolg könnten die Körperkameras dauerhaft eingeführt werden, um Arbeitsplatzgewalt nachhaltig zu reduzieren. Die Klinik betont, dass der Schutz der Patientendaten und die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben oberste Priorität haben.