27 February 2026, 08:11

Dortmunds Champions-League-Aus reißt 22-Millionen-Loch in den Klubkassen

Der UEFA-Champions-League-Pokal, ein stahlerner Becher mit zwei Griffen und einem blauen und silbernen Farbschema, eingraviert mit 'UEFA Champions League', vor einem weißen Hintergrund.

Dortmunds Champions-League-Aus reißt 22-Millionen-Loch in den Klubkassen

Borussia Dortmunds frühes Champions-League-Aus hinterlässt ein Loch im Klub-Haushalt

Das vorzeitige Ausscheiden von Borussia Dortmund in der Champions League hat im Etat des Vereins eine spürbare Lücke gerissen. Sportdirektor Sebastian Kehl räumte ein, dass der Klub stark auf die Einnahmen aus Europas elitärstem Wettbewerb gesetzt hatte. Mit dem bestätigten Aus fallen nun Verluste von bis zu 22 Millionen Euro an.

Noch vor der Viertelfinal-Niederlage gegen Paris Saint-Germain im März 2024 hatte Dortmund mit Erträgen aus europäischen Wettbewerben in Höhe von 50 bis 60 Millionen Euro gerechnet. Dies wäre ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren gewesen – etwa 2022/23 (20 bis 30 Millionen Euro) oder 2021/22 (15 bis 25 Millionen Euro) –, bedingt durch das neue Format der Champions League mit höheren Fixzahlungen und Prämien. Doch das frühe Scheitern drückte die Einnahmen auf rund 45 Millionen Euro – weit entfernt von den über 80 Millionen Euro, die der Klub 2012/13 nach dem Einzug ins Finale verbuchen konnte.

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Kehl gab zu, dass man das Risiko eines vorzeitigen Ausscheidens nicht ernsthaft einkalkuliert habe. Die Finanzplanung war auf Champions-League-Erlöse ausgelegt, wobei die Prognosen zunächst von einem Gewinn von 5 Millionen Euro bis zu einem Verlust in gleicher Höhe reichten. Allein das Verpassen des Achtelfinals kostete den Verein eine Prämie von 11 Millionen Euro.

Da auch der DFB-Pokal nicht mehr im Rennen ist, bleibt Dortmund nur noch die Bundesliga als sportliche Perspektive. Aktuell auf Platz zwei liegend, hängt der Klub acht Punkte hinter dem FC Bayern München zurück.

Die finanzielle Schieflage zwingt den BVB nun, den Haushalt für den Rest der Saison anzupassen. Die Verluste könnten sich auf 12 bis 22 Millionen Euro belaufen. Einziger verbleibender Wettbewerb ist die Bundesliga, in der die Dortmunder acht Zähler hinter dem Tabellenführer liegen.