Dortmunds dunkles Kapitel: Wie der BVB seit 2010 mit Missbrauchsvorwürfen kämpft
Hans-Theo KuhlDortmunds dunkles Kapitel: Wie der BVB seit 2010 mit Missbrauchsvorwürfen kämpft
Borussia Dortmund gerät nach Missbrauchsvorwürfen gegen einen ehemaligen Manager unter Druck. Der Verein kennt die Vorwürfe seit 2010 und hat Schritte zu deren Aufarbeitung eingeleitet. Im November 2025 wurde eine unabhängige Untersuchung eingeleitet, um den Fall umfassend aufzuklären.
Erstmals wurde der Klub auf einen angeblichen Versuch des Ex-Mitarbeiters aufmerksam, sich in den 1990er-Jahren einem Spieler zu nähern. Die mutmaßlichen Taten sollen zwischen den frühen 1990er- und frühen 2000er-Jahren stattgefunden haben. 2023 beendete Borussia Dortmund das Arbeitsverhältnis mit dem Mann und entzog ihm nach weiteren Vorwürfen seine Ehrenmitgliedschaft.
Im November 2025 beauftragte der Verein eine unabhängige Prüfung durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und eine Strafrechtskanzlei. Noch im selben Monat durchsuchte die Staatsanwaltschaft Hagen die Wohnung des Beschuldigten und beschlagnahmte elektronische Geräte sowie Datenträger. Die Ermittlungsbehörde prüft den Fall nun weiter; bisher wurden 23 potenzielle Opfer identifiziert.
Borussia Dortmund rechnet bis Jahresende mit dem Abschlussbericht zur Missbrauchsaffäre. Der Verein betont, die Öffentlichkeit auf angemessene Weise über die Ergebnisse zu informieren. Die Ermittlungen laufen noch – Behörden und Klub arbeiten daran, das volle Ausmaß der Vorwürfe aufzudecken. Der finale Bericht soll Klarheit über den Fall bringen. Borussia Dortmund hat sich zu Transparenz verpflichtet, sobald die Prüfung abgeschlossen ist.
