Dortmunds Ethikkommission für Großwildjagden bleibt seit 18 Monaten untätig – Kritik wächst
Horst FischerDortmunds Ethikkommission für Großwildjagden bleibt seit 18 Monaten untätig – Kritik wächst
Borussia Dortmund's Ethikkommission für Großwildjagden steht wegen langer Untätigkeit in der Kritik. Die 2023 eingerichtete Kommission, die die ethischen Aspekte von Jagdreisen prüfen sollte, ist seit mindestens 18 Monaten nicht mehr zusammengetreten. Nun, kurz vor der nächsten Messe Jagd und Hund, werden die Forderungen nach Handlungsbereitschaft immer lauter.
Die Kommission wurde ins Leben gerufen, um die ethischen und ökologischen Auswirkungen kommerzieller Jagdausstellungen zu bewerten. Doch laut Dortmunder Oberbürgermeister gibt es keine Protokolle über Sitzungen – die Dokumentation sei unvollständig. Diese Untätigkeit hinterlässt bei Ausstellern und Veranstaltern Unsicherheit über künftige Regelungen.
Der Druck wächst besonders vor der anstehenden Messe. Politische Gruppen wie die Grünen, die SPD und die Linke fordern, dass die Kommission noch vor der Sommerpause zusammentritt. Die rechtspopulistische AfD lehnt die Kommission hingegen komplett ab und stellt deren Sinn infrage.
Nun müssen die Stadtverantwortlichen entscheiden, ob die Gruppe ihr Mandat endlich angeht oder weiter untätig bleibt. Die Verzögerung wirft Fragen auf, wie Dortmund künftig mit Ausstellern umgehen wird, die Jagdreisen anbieten.
Die nächsten Schritte der Kommission werden maßgeblich prägen, wie die Stadt künftig mit jagdbezogenen Veranstaltungen umgeht. Ohne klare Richtlinien bleiben Veranstalter und Aussteller in Unsicherheit. Das Ergebnis wird auch zeigen, wie ernst es Dortmund mit der ethischen Aufsicht in diesem umstrittenen Bereich meint.