Drei Industrienetzwerke bündeln Kräfte für kulturelles Erbe und Tourismus
Horst FischerDrei Industrienetzwerke bündeln Kräfte für kulturelles Erbe und Tourismus
Drei große Netzwerke des industriellen Erbes haben sich zusammengeschlossen, um die regionale Zusammenarbeit zu stärken. Die Vereinbarung wurde im LVR-Industriemuseum Hendrichsche Dropforge in Solingen unterzeichnet. Die Partnerschaft zielt darauf ab, Forschung, Tourismus und Bildung rund um die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets, des Bergischen Landes und Südwestfalens zu fördern.
An der Kooperation beteiligt sind Industriekultur Bergisches Land, WasserEisenLand sowie die Route der Industriekultur. Sandra Brauer, Direktorin des Bergischen Museums für Bergbau, Handwerk und Gewerbe, unterzeichnete die Vereinbarung im Namen des Bergischen Landes. Das Museum selbst ist Gründungsmitglied der Initiative.
Die Route der Industriekultur ist eine bekannte Touristenroute mit 57 geschützten Industriedenkmälern auf einer Strecke von 400 Kilometern. Zu den Highlights zählen der Gasometer Oberhausen, mit 117 Metern Europas höchste Ausstellungshalle, sowie die Zeche Zollverein, ein ehemaliges Steinkohlebergwerk, das heute als Kulturstätte dient. Viele stillgelegte Standorte entlang der Route wurden für Freizeit und Bildung umgenutzt.
Der Bundesverband der Deutschen Industriekultur (BIKD) und die Europäische Route der Industriekultur (ERIH) begrüßten die neue Partnerschaft. Die drei Netzwerke planen bis 2026 gemeinsame Projekte zu starten und dabei auf ihre gemeinsame industrielle Geschichte aufzubauen.
Die Vereinbarung markiert einen offiziellen Schritt zur Vernetzung des Ruhrgebiets, des Bergischen Landes und Südwestfalens über ihre industriellen Wurzeln. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen der Erhalt des kulturellen Erbes sowie die Förderung von Tourismus und Forschung. Konkrete Projekte sollen in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden.






