23 December 2025, 14:42

Düsseldorfer Brustzentrum schließt: 'Was soll ich tun, wenn ich Krebs erneut bekomme?'

Eine Gruppe von Menschen, die mit einer Person mit einer Impfstoffflasche, einem Kalender und sichtbarem Text in der Hand stehen.

Düsseldorfer Brustzentrum schließt: 'Was soll ich tun, wenn ich Krebs erneut bekomme?'

Düsseldorfs Luisenkrankenhaus schließt bis Ende 2025 – Patienten und Personal in Unsicherheit

Die Düsseldorfer Luisenkrankenhaus-Klinik, eine renommierte Einrichtung für Brustkrebsbehandlung, wird bis Ende 2025 ihre Türen schließen. Die Entscheidung fällt im Rahmen der bundesweiten Krankenhausreform, die größere, zentralisierte medizinische Zentren bevorzugt. Patienten und Mitarbeiter stehen nun vor ungewisser Zukunft – sowohl in puncto Versorgung als auch Arbeitsplätze.

Die Schließung wurde bekannt, nachdem das Ministerium die Entscheidung im März bestätigt hatte. Die Klinikleitung betonte, man habe die Belegschaft so früh wie möglich informiert. Doch über 50 Beschäftigte – darunter Ärzte und Pflegekräfte – gaben an, erst Mitte November von der Schließung erfahren zu haben. Einige fühlten sich im Stich gelassen, da es an klarer Kommunikation mangelte.

Betroffen ist auch die 77-jährige Karin Rinklake, die seit 14 Jahren krebsfrei ist. Sie fürchtet nun, nach der Schließung keine adäquate Behandlung mehr zu finden. Viele Patientinnen, die sich mitten in der Therapie befinden, müssen neue Spezialisten suchen und Vertrauen zu unbekannten Behandlungsteams aufbauen. Das Luisenkrankenhaus war für seinen persönlichen und einfühlsamen Ansatz bekannt – etwas, das größere Kliniken nur schwer ersetzen können.

Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Reform und stellt infrage, ob umliegende Einrichtungen alle verlagerten Patienten aufnehmen können, ohne die Versorgungsqualität zu gefährden. Ziel der deutschen Krankenhausreform ist es, durch die Bündelung von Leistungen in größeren, spezialisierten Zentren die Effizienz zu steigern. Doch Schließungen wie diese zeigen die Herausforderungen für Patienten und Personal im Übergang.

Mit der Schließung des Luisenkrankenhauses müssen Betroffene wie Karin Rinklake nach Alternativen suchen. Auch die Mitarbeiter stehen vor der Aufgabe, bis zum Stichtag 2025 neue Stellen zu finden. Wie sich die Reform auf die Behandlungsqualität und den Zugang zur Versorgung auswirkt, wird sich zeigen, wenn weitere Kliniken ähnliche Veränderungen durchlaufen.