21 January 2026, 16:25

Düsseldorfer Messeveranstalter kämpft mit Umsatzrückgang trotz arabischer Expansion

Eine große Gruppe von Menschen auf einer Messe vor einem Stand mit Stühlen, Texttafeln mit der Aufschrift "Book Republic Hong Kong Book Fair", Banner mit Bildern und Text sowie einer Decke mit Deckenleuchten.

Düsseldorfer Messe stärkt ihr arabisches Geschäft - Düsseldorfer Messeveranstalter kämpft mit Umsatzrückgang trotz arabischer Expansion

Düsseldorfer Messeveranstalter verzeichnet Rückgang bei Umsatz und Gewinnen für 2025

Der Düsseldorfer Messeveranstalter muss für das Jahr 2025 einen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen hinnehmen. Der Einbruch folgt auf eine Phase starker internationaler Präsenz, in der neue Veranstaltungen in der arabischen Welt an den Start gingen. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen, da wichtige zyklische Großveranstaltungen 2027 pausieren werden.

Das Unternehmen, eines der größten Messeunternehmen Deutschlands, meldete für 2025 schwächere Finanzkennziffern im Vergleich zu 2023. Als Hauptgrund nannte die Geschäftsführung einen einmaligen Effekt durch eine Übernahme. Trotz dieses Rückschlags betonte Vorstandschef Wolfram Diener jedoch Wachstumschancen in der arabischen Region, wo die Märkte noch unterentwickelt seien.

Düsseldorf belegt derzeit Platz vier in Deutschland beim verfügbaren Messegelände – hinter Hannover, Frankfurt und Köln. Die hiesige Messegesellschaft expandiert mit sechs neuen Veranstaltungen auf der Arabischen Halbinsel, darunter eine Verpackungsmesse in Riad und eine Konsumgüterausstellung in Dubai. Beteiligte Partnerunternehmen wurden bisher nicht genannt.

2024 soll die alle drei Jahre stattfindende Verpackungsmesse Interpack die Geschäftsentwicklung beleben. Zudem wird die Robotikmesse Xponential im März erstmals auch Verteidigungs- und Drohnentechnologie präsentieren. Pläne, die Veranstaltung zu einer reinen Rüstungsmesse umzuwandeln, waren jedoch gescheitert, nachdem das deutsche Verteidigungsministerium seine Unterstützung zurückgezogen hatte.

Für 2027 wird mit einem schwächeren Jahr gerechnet, da mehrere wichtige wiederkehrende Messen ausfallen und die Aktivität des Veranstalters damit sinken wird.

Trotz der Umsatzschwankungen dringt das Unternehmen weiter in neue Märkte vor. Veranstaltungen wie die Interpack und die Xponential sollen die Erholung vorantreiben. Dennoch wird das Fehlen großer Leitmessen 2027 eine zusätzliche Bewährungsprobe für das Wachstum darstellen.