31 December 2025, 16:28

E.ON-Chef Birnbaum lehnt Reaktivierung von Nord Stream 1 strikt ab und warnt vor Russlands Unberechenbarkeit

Eine Szene mit Wasser, Booten, Geb├Ąuden, Strommasten, Himmel.

E.ON-Chef Birnbaum lehnt Reaktivierung von Nord Stream 1 strikt ab und warnt vor Russlands Unberechenbarkeit

E.ON-Chef Leonhard Birnbaum warnt vor einer Wiederaufnahme der Gespräche über die Reaktivierung der sabotierten Gaspipeline Nord Stream 1. Der Energiekonzernlenker betonte, Russland habe sich durch sein Handeln als unzuverlässiger Lieferant disqualifiziert. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland mit wachsenden Sorgen über Sicherheitsbedrohungen für kritische Infrastruktur konfrontiert ist.

In einer aktuellen Stellungnahme bestätigte Birnbaum, dass Nord Stream 1 weiterhin außer Betrieb sei. Die Pipelines waren nach den Explosionen mit Ostseewasser geflutet worden. Er lehnte jede Diskussion über eine mögliche Wiederinbetriebnahme des Projekts entschieden ab und bezeichnete einen solchen Ansatz als falschen Weg.

Der Vorstandsvorsitzende verwies zudem auf die größeren Risiken für die europäische Energiesicherheit. Russlands Krieg gegen die Ukraine stelle eine direkte Bedrohung für die Infrastruktur des gesamten Kontinents dar, so Birnbaum. Er machte deutlich, dass es sich dabei um eine europäische Herausforderung handele – nicht nur um ein deutsches Problem. Über die Pipeline-Frage hinaus wies er auf jüngste Drohnen-Sichtungen über deutschen Kraftwerken und Flughäfen hin. Diese Vorfälle hätten die Alarmbereitschaft wegen möglicher Sabotage oder Spionage erhöht. Birnbaum warnte außerdem davor, mit Russland Energieabkommen abzuschließen, die Nachbarländer ausschließen, und bezeichnete solche Schritte als strategisch unklug.

Birnbaums Haltung spiegelt die allgemeine Besorgnis über Europas Energieabhängigkeit von Russland wider. Die gefluteten Nord-Stream-1-Pipelines bleiben funktionsunfähig, und die Sicherheitsrisiken bestehen fort. Seine Warnungen unterstreichen die Notwendigkeit eines abgestimmten Vorgehens der europäischen Staaten zum Schutz der lebenswichtigen Infrastruktur.