11 May 2026, 10:16

Einsatzkräfte fordern krisensicheres Breitbandnetz für die Zukunft

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Einsatzkräfte fordern krisensicheres Breitbandnetz für die Zukunft

Rettungskräfte in Deutschland drängen auf ein widerstandsfähigeres Kommunikationssystem

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Auf der jüngsten Blaulicht-Tag-Veranstaltung in Essen haben Behördenvertreter und Einsatzkräfte die Notwendigkeit eines krisensicheren Breitbandnetzes betont. Das aktuelle Digitale BOS-Funknetz hat sich zwar als zuverlässig erwiesen, doch zukünftige Anforderungen erfordern schnellere Datenübertragungen in Katastrophenfällen.

Der Blaulicht-Tag in Essen brachte Polizei, Feuerwehr und Rettungsteams zusammen, um über die Herausforderungen der Kommunikation zu diskutieren. Bei Vorführungen wurde gezeigt, wie das Digitale BOS-Funknetz derzeit funktioniert – und welche Aufrüstungen nötig sind. Das auf dem europäischen TETRA-Standard basierende System ermöglicht Sprach- und Kurzdatenaustausch selbst dann, wenn öffentliche Netze ausfallen.

Ein realer Belastungstest fand im September statt, als ein Cyberangriff in Berlin zu einem Stromausfall führte. Trotz des Blackouts blieb das Digitale BOS-Funknetz stabil und bewies damit seine Robustheit. Doch die Einsatzkräfte benötigen heute mehr als nur Sprachkommunikation: Sie brauchen Breitbandfähigkeiten, um Echtzeitdaten wie Lagepläne, Drohnenaufnahmen oder Patientenakten zu übertragen.

Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister unterstrich die Dringlichkeit der Angelegenheit mit den Worten: „Keine Kommunikation, kein Einsatz.“Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, unterstützte dies und forderte ein eigenständiges Netz, das unabhängig von der öffentlichen Infrastruktur funktioniert. Als Lösung schlagen die Verantwortlichen ein autonomes System vor, das UHF-Frequenzen zwischen 470 und 694 Megahertz nutzt. Damit soll eine unterbrechungsfreie Breitbandkommunikation selbst in großflächigen Krisen gewährleistet werden.

Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen treibt die Erweiterung des Digitalen BOS-Funknetzes voran. Ziel ist ein Netzwerk, das Einsatzkräfte unter allen Umständen verbunden hält.

Die Veranstaltung in Essen machte deutlich: Zwar bewährt sich das Digitale BOS-Funknetz für Sprache und Basisdaten, doch sind erweiterte Fähigkeiten unverzichtbar. Ein zukunftssicheres System muss Hochgeschwindigkeits-Datentransfers ermöglichen – ohne auf anfällige öffentliche Netze angewiesen zu sein. Die Behörden arbeiten nun an einer Lösung, die Kommunikation garantiert – selbst wenn alles andere versagt.

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