Elektrische Baumaschinen revolutionieren die DACH-Region – und sparen 960 Tonnen CO₂ ein
Ariane HolzapfelElektrische Baumaschinen revolutionieren die DACH-Region – und sparen 960 Tonnen CO₂ ein
Ein neues Projekt revolutioniert Baustellen in der DACH-Region: Statt Diesel kommen elektrische Maschinen zum Einsatz. Unter dem Namen VoltaVia soll die Initiative Emissionen senken und die Betriebskosten reduzieren. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Elektrifizierung einer 16 Kilometer langen Baustelle bis zu 960 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen könnte.
Das auf zwei Jahre angelegte Vorhaben ist eine Zusammenarbeit zwischen dem PEM-Team der RWTH Aachen und Zeppelin Rental. Die Forscher analysierten reale Telematikdaten und Baustellengrößen, um ein Energienachfragemodell zu entwickeln. Dadurch ließen sich verschiedene Versorgungsoptionen bewerten – von schnellen Ladesystemen am Straßenrand bis hin zu mobilen Batteriespeichern.
Viele dieselbetriebene Maschinen sind bereits in elektrischen Versionen erhältlich oder befinden sich in der Entwicklung. Batterieelektrische Modelle dürften den Markt bald dominieren, während Wasserstofflösungen für größere Geräte langfristig infrage kommen. Achim Kampker, Leiter des PEM, betonte die wirtschaftlichen Vorteile: Geringere Wartungs- und Betriebskosten würden die höheren Anschaffungspreise ausgleichen.
Trotz der Fortschritte bleiben Herausforderungen. Hohe Anfangsinvestitionen und eine noch unzureichende Ladeinfrastruktur bremsen die flächendeckende Einführung. Die Projektergebnisse sollen diese Hürden abbauen, indem sie die Machbarkeit der Elektrifizierung unter realen Bedingungen belegen.
VoltaVia beweist, dass elektrische Baumaschinen Emissionen reduzieren und gleichzeitig die Effizienz steigern können. Mit fortschreitender Entwicklung von Batterie- und Wasserstofftechnologien wird der Ausstieg aus dem Diesel immer realistischer. Der nächste Schritt besteht darin, die Infrastruktur auszubauen, um eine breitere Branchenumstellung zu ermöglichen.






