Energiegewinner eG und Tochterfirma melden Insolvenz an – doch Rettung steht bereit
Olav RuppertEnergiegewinner eG und Tochterfirma melden Insolvenz an – doch Rettung steht bereit
Zwei Insolvenzanträge treffen Energiegewinner eG und Tochterunternehmen EGT Energiegewinner Technik GmbH
Die Genossenschaft Energiegewinner eG und ihre Tochtergesellschaft, die EGT Energiegewinner Technik GmbH, haben Insolvenz angemeldet. Die Muttergesellschaft brach im Februar 2024 zusammen, die Tochter folgte im Juli. Trotz der finanziellen Turbulenzen sichert nun eine Übernahme die Zukunft aller 60 Mitarbeiter.
Energiegewinner eG hatte am 1. Februar 2024 als Erste Insolvenz beantragt – begründet mit der Unfähigkeit, Schuldenverpflichtungen nachzukommen. Die Probleme der Genossenschaft wirkten sich bald auf die 2017 gegründete Tochter EGT Energiegewinner Technik GmbH aus. Am 2. Juli 2024 reichte auch diese beim Amtsgericht Köln einen Insolvenzantrag ein.
Der Insolvenzverwalter Andreas Amelung von der AHW Insolvenzverwaltung übernahm die Abwicklung für EGT. Seine Priorität lag darin, Arbeitsplätze zu erhalten. Hubert Vienken, Vorstandsmitglied von Energiegewinner eG, fungierte während der Krise zudem als Geschäftsführer der EGT.
Eine von Adwin Consulting vermittelte Asset-Transaktion brachte die Lösung: Heimwatt GmbH, ein Spezialist für Photovoltaik und Wärmepumpen, übernahm den Geschäftsbetrieb der EGT. Das Kölner Unternehmen stellt alle 60 Mitarbeiter ein. Mit der Übernahme plant Heimwatt zudem, sein Angebot im B2B-Bereich auszubauen.
Die Insolvenzverfahren der EGT endeten mit der vollständigen Übernahme der Belegschaft durch Heimwatt GmbH. Der Deal sichert den Mitarbeitern Kontinuität und ermöglicht Heimwatt gleichzeitig eine Erweiterung seines Geschäftsmodells. Die Übernahme markiert einen strategischen Wandel in der erneuerbaren Energiewirtschaft Kölns.






