11 April 2026, 00:16

Escape Room in Marl zeigt, wie sich Geflüchtete in Deutschland fühlen

Plakat, das kostenlose Zugänge zu über 1.000 Coursera-Kursen für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen tragen.

Escape Room in Marl zeigt, wie sich Geflüchtete in Deutschland fühlen

Ein neues Escape Room in Marl vermittelt Einheimischen einen Einblick in die Herausforderungen, mit denen Geflüchtete bei der Ankunft in einem fremden Land konfrontiert sind. Unter dem Titel "Unbekannte Unbehagen" setzt das Projekt auf Rätsel und alltagsnahe Aufgaben, um Empathie und Verständnis zu fördern. Die Initiative ist Teil eines größeren Vorhabens, das verschiedene gesellschaftliche Gruppen durch gemeinsame Erlebnisse zusammenbringen soll.

Das Escape Room, das im insel-VHS-Bildungszentrum eingerichtet wurde, besuchte kürzlich Marls Bürgermeister Thomas Terhorst. Er nahm selbst an der Simulation teil, in der die Spieler Formulare in einer unbekannten Sprache ausfüllen und unter Zeitdruck Rätsel lösen müssen – ganz ähnlich den Hürden, die Geflüchtete überwinden müssen, um einen Aufenthaltstitel zu erhalten. Seine Erfahrungen wurden später in der WDR Lokalzeit thematisiert, wo er seine Eindrücke zu den Herausforderungen schilderte.

Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Marl und der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen. Organisiert von der "Flüchtlingshilfe Bonn" zielt es darauf ab, Menschen ohne Fluchterfahrung die Schwierigkeiten eines Neuanfangs in einer fremden Umgebung näherzubringen. Nach dem Aufenthalt in Marl wird das Escape Room im Rahmen einer mehrwöchigen Tour nach Duisburg weiterziehen.

Die Teilnehmer müssen Aufgaben bewältigen, die reale bürokratische Hindernisse widerspiegeln – und das alles gegen die Uhr. Die Mischung aus klassischen Escape-Room-Rätseln und immersivem Rollenspiel erzeugt ein Gefühl der Dringlichkeit, ähnlich dem Druck, den Geflüchtete empfinden, wenn sie sich in unbekannten Systemen zurechtfinden müssen.

Bürgermeister Terhorst lobte das Projekt als wichtigen Schritt, um Vorurteile abzubauen und den Dialog zwischen den Gemeinschaften zu fördern. Das Escape Room bleibt noch mehrere Wochen in Marl, bevor es nach Duisburg umzieht. Die Organisatoren hoffen, dass die Erfahrung bei den Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

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