Essen setzt auf Bierdeckel, um Bürger über Olympia-Bewerbung zu befragen
Horst FischerEssen setzt auf Bierdeckel, um Bürger über Olympia-Bewerbung zu befragen
Essen hat ein neues Bürgerbeteiligung-Projekt unter dem Namen Pottdeckel – oder Ruhr-Untersetzer – gestartet, um Diskussionen über die Olympische Bewerbung der Stadt anzuregen. Im Rahmen der Initiative werden spezielle Bierdeckel in rund 50 lokalen Bars und Restaurants verteilt, die jeweils darauf abzielen, Gespräche unter den Gästen in Gang zu bringen. Unterstützt von der Privatbrauerei Jacob Stauder, soll die Kampagne das Thema direkt in den Alltag der Menschen tragen.
Der Pottdeckel ist Teil der umfassenderen Kommunikationsstrategie Essens für die mögliche Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele. Anders als digitale Kampagnen setzt dieser Ansatz auf eine einfache, analoge Methode: Bierdeckel mit kurzen, zum Nachdenken anregenden Fragen. Jeder Deckel enthält zudem zwei QR-Codes – einer verweist auf Details zur Bewerbung, der andere führt zu einer Plattform, auf der Anwohner ihre Meinungen äußern können.
Bei dem Projekt geht es nicht nur um die Olympischen Spiele. Die Stadtverwaltung plant, den Pottdeckel langfristig als Instrument der Bürgerbeteiligung zu etablieren, um künftig verschiedene lokale und gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Bisher haben keine anderen deutschen Städte oder Regionen offizielle Bewerbungen für die Spiele eingereicht, was die Rhein-Ruhr-Region zu einem möglichen Favoriten macht.
Die Privatbrauerei Jacob Stauder stellt die Bierdeckel für die teilnehmenden Gaststätten bereit und sorgt so für eine breite Streuung. Durch die Platzierung in alltäglichen Umgebungen hofft die Initiative, spontane Diskussionen anzuregen und in entspannter Atmosphäre Feedback aus der Bevölkerung zu sammeln.
Die Pottdeckel-Initiative wird auch über die Debatten zur Olympischen Bewerbung hinaus aktiv bleiben. Langfristiges Ziel ist es, die Bürger kontinuierlich in verschiedene kommunale Themen einzubinden. Derzeit liegt der Fokus jedoch darauf, Meinungen zur Ausrichtung der Spiele in der Rhein-Ruhr-Region zu sammeln.






