EU-weite Razzia deckt schwere Verstöße im Güterverkehr in Deutschland auf
Horst FischerEU-weite Razzia deckt schwere Verstöße im Güterverkehr in Deutschland auf
EU-weite Razzia gegen Verstöße im Güterverkehr deckt zahlreiche Vergehen in Deutschland auf
Im Rahmen der ROADPOL-Aktion "Lkw und Bus" haben Polizeikontrollen in ganz Europa zu einer Reihe von Verstößen im gewerblichen Transport geführt – auch in Deutschland. Besonders schwerwiegend war ein Fall in Bielefeld, wo ein Schrotthändler ohne gültigen Führerschein und mit einer illegalen Genehmigung auf der Detmolder Straße unterwegs war.
Die Kontrollwoche fand vom 9. bis 15. Februar 2026 im Rahmen der jährlichen ROADPOL-Initiative statt. Bundesweit überprüften Beamte 293 Lastwagen und Busse und stellten in 133 Fällen Verstöße fest. Sieben Fahrzeuge waren in einem so desolaten Zustand, dass sie sofort mit einem Fahrverbot belegt wurden.
Am Dienstag, den 10. Februar, wurde ein 51-jähriger Mann aus Detmold in einem VW LT 40-Kleintransporter angehalten. Das Fahrzeug war in einem gefährlichen Zustand: Die Achsen waren defekt, eine mitgeführte Industriewaage war nicht ordnungsgemäß gesichert. Zudem besaß der Fahrer seit einem Jahrzehnt keinen gültigen Führerschein und präsentierte als Nachweis lediglich ein Handyfoto vom Führerschein einer anderen Person.
Weitergehende Überprüfungen ergaben, dass der Mann ohne die erforderliche Gewerbeerlaubnis für Schrottsammlungen unterwegs war. Sowohl er als auch die 53-jährige Halterin des Fahrzeugs, ebenfalls aus Detmold, müssen nun mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Der Transporter wurde stillgelegt, und gegen beide Personen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Im Laufe der Woche dokumentierten die Beamten zudem Geschwindigkeitsüberschreitungen, Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten, manipulierte Tachografen sowie mangelhaft gesicherte Ladungen. Besonders viele Kontrollen gab es in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg – Bundesländer mit stark frequentierten Transportrouten.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die Verkehrssicherheit im gewerblichen Güterverkehr zu erhöhen. Die Bielefelder Polizei kündigte an, die Kontrollen auf den Autobahnen Ostwestfalens fortzusetzen. Die Behörden betonten erneut, dass sie Verstöße konsequent ahnden und verkehrsunsichere Fahrzeuge vom Straßenverkehr fernhalten werden.






