17 June 2026, 18:03

Eurowings setzt auf grünen Flugkraftstoff aus Düsseldorf – doch der Preis schockt

Nachhaltiger Flugtreibstoff: Eurowings und Start-up werden Partner

Eurowings setzt auf grünen Flugkraftstoff aus Düsseldorf – doch der Preis schockt

Eurowings und Greenlyte vereinbaren strategische Partnerschaft für nachhaltigen Flugkraftstoff am Flughafen Düsseldorf

Eurowings und das Unternehmen Greenlyte haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart, um am Flughafen Düsseldorf nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF) herzustellen. Das Projekt sieht den Bau einer neuen Anlage vor, in der synthetischer Kraftstoff aus Kohlendioxid und grünem Wasserstoff produziert wird. Baubeginn ist für 2027 geplant – vorbehaltlich der notwendigen Genehmigungen. Die Investitionssumme liegt bei über zehn Millionen Euro.

Die als „Reallabor“ bezeichnete Anlage dient als Pilotprojekt für größere Produktionsstätten in der Zukunft. Die Produktion soll 2028 anlaufen und jährlich etwa 150 Tonnen SAF erzeugen. Eurowings wird die gesamte Menge in den ersten drei Jahren abnehmen.

Greenlytes Technologie filtert Kohlendioxid aus der Luft und verbindet es mit grünem Wasserstoff, um synthetischen Kraftstoff herzustellen. Ein Teil des benötigten Stroms stammt aus einer Solaranlage direkt am Flughafen. Der so produzierte SAF wird voraussichtlich bis zu zehnmal teurer sein als herkömmliches Kerosin.

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Mit der geplanten Menge ließen sich – basierend auf der aktuellen 50-Prozent-Beimischungsgrenze für SAF – etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma de Mallorca durchführen. Eurowings-Chef Jens Bischof betonte, dass politische Unterstützung notwendig sei, um solche Investitionen zu fördern und die Markteinführung zu beschleunigen.

Das Projekt markiert einen Schritt hin zu einer nachhaltigeren Luftfahrt. Es soll die Machbarkeit der SAF-Produktion im Kleinen demonstrieren, bevor eine Skalierung erfolgt. Die hohen Kosten und die begrenzte Produktionsmenge verdeutlichen jedoch die Herausforderungen, die noch bewältigt werden müssen, um eine breitere Nutzung zu ermöglichen.

Quelle