05 February 2026, 22:22

Evonik kämpft mit Umsatzrückgang und harten Sparmaßnahmen für 2026

Eine Zeitung mit einer Karikatur eines Mannes neben einem von Pferden gezogenen Wagen mit einem Rad in der Mitte und der Schlagzeile "Die Standard Oil Company wird im März eine weitere 16-prozentige Dividende ausschütten."

Evonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik kämpft mit Umsatzrückgang und harten Sparmaßnahmen für 2026

Evonik meldet Rückgang bei Umsatz und Ertrag für 2025 – ein schwieriges Jahr für den Spezialchemiekonzern

Evonik hat für das Jahr 2025 einen Rückgang bei Umsatz und Ertrag verzeichnet und damit ein herausforderndes Geschäftsjahr hinter sich. Der Konzernumsatz sank um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) um neun Prozent auf knapp unter 1,9 Milliarden Euro zurückging. Der zunehmende Druck durch chinesische Konkurrenten sowie deren Kostenvorteile in Schlüsselmärkten haben maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen.

In den vergangenen fünf Jahren sah sich Evonik im asiatisch-pazifischen Raum mit wachsender Konkurrenz konfrontiert, insbesondere in den Bereichen Kieselsäure und Methioninproduktion. Chinesische Unternehmen wie Wanhua Chemical und Sinopec konnten in diesen Segmenten zwischen zehn und fünfzehn Prozent Marktanteile hinzugewinnen – vor allem dank niedrigerer Produktionskosten. Trotz dieses Wandels behielt Evonik seine Führungsposition bei hochwertigen chemischen Innovationen bei und meldete in Bereichen wie nachhaltiger Katalyse und Biotech-Additiven zwanzig Prozent mehr Patente an als seine stärksten chinesischen Mitbewerber.

Die Finanzkennzahlen für 2025 spiegeln diese Herausforderungen wider: Der Umsatz ging auf 14,1 Milliarden Euro zurück, während das bereinigte EBITDA auf knapp unter 1,9 Milliarden Euro sank. Als Reaktion darauf kündigte Evoniks Vorstandsvorsitzender für 2026 ein Umstrukturierungsprogramm an, das unter anderem den Abbau von 1.000 Arbeitsplätzen vorsieht, um die Effizienz zu steigern.

Für die Zukunft hat Evonik ab 2026 eine neue Dividendenpolitik beschlossen. Die Aktionäre erhalten eine erste Ausschüttung von 1,00 Euro pro Aktie, künftige Dividenden sollen sich zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernnettoergebnisses bewegen. Die RAG-Stiftung, größter Evonik-Aktionär, unterstützt die überarbeitete Strategie. Zudem prognostiziert das Unternehmen für 2026 ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro.

Die Ergebnisse für 2025 unterstreichen die Auswirkungen des Wettbewerbsdrucks aus dem asiatisch-pazifischen Raum und die Notwendigkeit von Kostenanpassungen. Die geplanten Stellenstreichungen und die überarbeitete Dividendenpolitik zielen darauf ab, die Finanzlage zu stabilisieren, während der Konzern weiterhin auf Innovation in hochwertigen Chemiesparten setzt. Die Aktionäre werden im Rahmen der neuen Strategie ab 2026 Veränderungen bei den Ausschüttungen erleben.