Extrem überladener Lkw mit gefälschten Papieren in Dortmund gestoppt
Hans-Theo KuhlExtrem überladener Lkw mit gefälschten Papieren in Dortmund gestoppt
Routine-Kontrolle in Dortmund deckt extrem überladenen Lkw auf
Bei einer Verkehrskontrolle in Dortmund wurde am 23. Februar ein schwer überladener Lastwagen entdeckt. Beamte hielten das Fahrzeug gegen 10 Uhr in der Nähe der Dorstener Straße und der Riemker Straße an. Der Fahrer, ein 60-jähriger Georgier, besaß gefälschte Papiere und keinen gültigen Führerschein für den Güterverkehr.
Der Lkw, der maximal 7,49 Tonnen tragen darf, war mit 11,8 Tonnen Schotter beladen. Die Federung des Fahrzeugs war unter der Überlastung deutlich eingedrückt, was sofortige Bedenken auslöste. Schnell stellte sich heraus, dass dem Fahrer die nötigen Qualifikationen fehlten: Sein georgischer Führerschein berechtigte ihn nur zum Führen von Pkw, nicht von Schwerlastfahrzeugen.
Während der Befragung gab der Mann zu, mit gefälschten Dokumenten in der EU gearbeitet zu haben. Er besaß einen gefälschten polnischen Führerschein sowie eine manipulierte polnische Aufenthaltserlaubnis, mit der er fälschlich die EU-Staatsbürgerschaft vortäuschte. Der im Baugewerbe tätige Fahrer muss sich nun wegen illegaler Beschäftigung und möglicher Verstöße gegen Transportvorschriften verantworten.
Der Fall reiht sich in eine Reihe von Ermittlungen gegen gefälschte Arbeitserlaubnisse und Führerscheine in Deutschland ein. Zwischen Februar 2024 und Februar 2026 wurden etwa 15 Personen und fünf Unternehmen wegen ähnlicher Delikte angeklagt. Zu den bekanntesten Fällen zählen eine Razzia 2024 in Nordrhein-Westfalen, bei der 12 Personen festgenommen wurden, sowie ein 2025 aufgedeckter Schwarzarbeitsring in Bayern, an dem drei Firmen beteiligt waren.
Wegen der gefälschten Dokumente und des überladenen Fahrzeugs wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Behörden prüfen, ob der Fall mit größeren Netzwerken für illegale Beschäftigung in Verbindung steht. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann Strafen wegen Betrugs, Fahrens ohne Führerschein und Verstößen gegen Transportbestimmungen.






