Falscher Führerschein: Vater bringt Tochter ohne Fahrerlaubnis zum Kindergarten
Ariane HolzapfelFalscher Führerschein: Vater bringt Tochter ohne Fahrerlaubnis zum Kindergarten
Routine-Kontrolle vor Hagen-Kindergarten nimmt überraschende Wendung
Ein gewöhnlicher Geschwindigkeitscheck im Hagener Stadtteil Haspe entwickelte sich am Freitagmorgen zu einem unerwarteten Vorfall: Die Polizei hielt einen Suzuki Alto an, der 13 km/h zu schnell unterwegs war – und stellte fest, dass der Fahrer noch nie einen Führerschein besessen hatte.
Beamte der Hagener Polizei führten eine Geschwindigkeitsmessung durch, als sie den Suzuki Alto mit 43 km/h in einer 30er-Zone erfassten. Der Fahrer erhielt zunächst ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung.
Während der Kontrolle behauptete der Mann, er habe seine Geldbörse mit dem Führerschein zu Hause vergessen. Doch eine polizeiliche Überprüfung ergab schnell: Er hatte nie einen Führerschein erworben.
Später gab der Fahrer zu, das Auto von seinem Lebensgefährten, dem Vater seiner Partnerin, ausgeliehen zu haben. Sein Grund für die Fahrt war, seine Tochter an diesem Morgen in den Kindergarten zu bringen. Das Fahrzeug wurde schließlich von seiner Partnerin nach dem Vorfall abgeholt.
Was als geringfügige Verkehrsordnungwidrigkeit begann, hat sich nun zu einem ernsthaften Fall ausgeweitet. Dem Mann droht nun ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Führerschein, das zu weiteren Geldstrafen oder sogar einer Haftstrafe führen könnte.
Der Fall geht weit über ein einfaches Tempodelikt hinaus. Die Behörden werden nun die Umstände der Fahrt ohne Fahrerlaubnis prüfen. Je nach Ergebnis der Ermittlungen könnte der Fahrer mit zusätzlichen Strafen oder einer Freiheitsstrafe rechnen.