Fasana in Euskirchen steht vor dem Aus – keine Rettung nach Insolvenz
Ariane HolzapfelFasana in Euskirchen steht vor dem Aus – keine Rettung nach Insolvenz
Fasana, ein traditionsreicher Herstellungsbetrieb für Tissue-Produkte aus Euskirchen, hat nach monatelangem Kampf gegen die Insolvenz keinen Käufer finden können. Das Unternehmen, das seit über einem Jahrhundert besteht, stand aufgrund hoher Energiekosten, wirtschaftlicher Belastungen und eines schwerwiegenden Cyberangriffs zu Beginn dieses Jahres vor dem Aus. Nun bleibt die Zukunft des Betriebs – und die seiner Beschäftigten – ungewiss.
Die Probleme begannen im frühen Juni, als Fasana Insolvenz anmeldete. Steigende Energiepreise, ein schwieriges Wirtschaftsumfeld und der Cyberangriff brachten das Unternehmen an den Rand des Ruins. Vier Monate lang bemühten sich die Insolvenzverwalter um eine Lösung und weckten dabei das Interesse zweier großer internationaler Firmen.
Die Verhandlungen scheiterten letztlich am Streit über den Wert des Firmengeländes. Der Grund und Boden, der Fasana nicht gehört, wurde vom Eigentümer mit dem dreifachen Betrag der eigenen Schätzung des Unternehmens bewertet. Potenzielle Käufer lehnten es ab, die überhöhte Forderung zu erfüllen – die Übernahme platzte.
Für die Beschäftigten bleibt die Zukunft unklar. Eine Betriebsversammlung wurde einberufen, um über ihre Perspektiven zu sprechen, doch konkrete Entscheidungen stehen noch aus.
Mit dem gescheiterten Deal und ohne alternative Interessenten schwebt Fasanas Überleben in der Schwebe. Die gescheiterte Übernahme lässt die Belegschaft auf Antworten warten, während die über hundertjährige Geschichte des Unternehmens in Euskirchen vor dem Ende stehen könnte.






